Wozu Apps für Zeitungen?

Mir erschließt sich immer noch nicht, dass man tagesaktuelle Inhalte in eine App verpacken muss. HTML ist doch als Auszeichnungssprache für Inhalte etabliert und mehr als tauglich. Seit Jahren funktioniert das Web mit HTML.

>>> Siehe auch: Social Media: Der Kaffee-Tweet darf bleiben.

Videos, Fotos, Ton und Text passen wunderbar auf Web-Seiten. Wir haben gelernt die Inhalte von oben nach unten zu lesen, wir können scrollen.

Die Papier-Krücke "umblättern" müssen wir nun wirklich nicht für tagesaktuelle Texte nachbilden. Wir können uns wunderbar an Zwischenüberschriften oder Bildern orientieren. (Bei Büchern mag das anders sein - ohne Zwischenüberschriften hilft die Seiten-Metapher, sich zu orientieren.)

Kontrolle und Kohle

Wozu also braucht jede Zeitung eine App? Wirtschaftliche Gründe mögen den Ausschlag geben. Eine App kann man verkaufen. Oder man stellt sie gratis bereit und verdient über die In-App-Verkäufe.

>>> Mehr: Die 20 Todsünden - oder wie man schlechte Überschriften macht.

Natürlich sei das jedem unbenommen, seine Inhalte so zu verpacken wie er will. Und natürlich soll auch jeder seinen Vertriebsweg wählen. Vielleicht ist das der Weg für Verlage, ihre Inhalte vom Papier auf elektronische Medien hinüberzuretten.

Doch ich glaube nicht, dass sich dieses Konzept auf die Dauer halten wird. Ich möchte nicht für jedes Medium, das ich lese, eine eigene App. Ich habe einen Browser. Der hat Lesezeichen. Im Web möchte ich meine Inhalte finden.

Und dort werde ich sie auch suchen.

Aktualisiert am: 29.10.2012


Ich warte auch auf eine deutsche Plattform welche die Inhalte von
Zeitungen überschaubar zusammenfasst. im IT-Untergrund munkelt man
das sich jemand aus Dresden der Sache annimmt und bis dahin wird
google news genutzt.
[Robert | 05.11.2012]
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