Wozu bloggen, wenn man eine eigene Homepage mit einem klasse, selbst geschriebenen CMS hat? Ich glaube, so ein Blog senkt die Hemmschwelle, überhaupt etwas zu schreiben.
Nun ist es ja nicht gerade so, als würde ich den lieben langen Tag kein einziges Wörtchen zu Tastatur bringen. Ich lebe vom schreiben. Aber bei Artikeln für Zeitschriften und für Goldmann.de oder Tippscout schreibe ich nicht einfach, was mir einfällt.
In den Artikeln muss ich bringen, was die Leser und die Besucher der Sites interessiert. (Zum Glück interessiert es mich meistens auch selbst.) Ich muss verständlich bleiben und lese jeden Text hinterher noch einmal gut durch.
Hier, im Blog, kann ich ausschließlich das schreiben, was mich interessiert. Ich kann so schreiben, wie ich mich gerade fühle, muss keine Schreibkonventionen oder Zielgruppen beachten. Und die Struktur kann mir auch mal den Buckel runterrutschen.
Ein Blog ist ein Gedankenprotokoll…
Das erinnert mich an meine Zeit bei der Schülerzeitung. Mein erster Artikel war damals ein Fünfzeiler über McDonalds – hingerotzt und für einen Schülerzeitungsartikel außergewöhnlich kurz
. In der Schülerzeitung haben wir auch immer das geschrieben, was uns interessiert hat – lange Abhandlungen, meist sehr subjektiv geprägt, kaum eine Spur von Trennung aus Nachricht und Kommentar.
Und genau dieses Feeling finde ich hier wieder.
Also blogge ich erst einmal für mich und für mich. Und dann noch für ein paar Freunde, die das lesen mögen.
Ob ein Blog das richtige Werkzeug ist, um journalistisch, informativ und sachlich zu publizieren? Sicher ist es das. Aber da frage ich mich doch: Warum ein Blog? Warum Tagebuch-Charakter? Warum ein Werkzeug verwenden, das von persönlichem geprägt ist? Warum nicht ein ordentliches CMS mit mehr Möglichkeiten?
Hach, ist das ein Genuss, einen Beitrag einfach mit offenen Fragen abschließen zu können.
Tags: Alles by Martin
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