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Twitter-Archiv von 2009-11-29

  • Mahlzeit. Schöne Sonntagsrunde mit den Hunden gejogged. Andere sind neidisch auf meine beiden Dalmatiner-Zugmaschinen ;) #
  • …als würde News Corp künftig seine Zeitungen ausschließlich am Bahnhofskiosk Hintertupfing anbieten: http://bit.ly/6xPRTY (via @pix4pix) #
  • Begriffsverwirrung: Was ist denn nun eigentlich ein Imagevideo? http://bit.ly/7GYWGE (videomarketing-news.de) #
  • Tolle Wetterstimmung heute. #gassitweet http://yfrog.com/1d82qrj #
  • Attacke auf Google? Das wird ne Phyrrus-Niederlage. http://bit.ly/4tWWxZ #
  • (Das mit der Phyrrus-Niederlage war ein Wortspiel.) #kennzeichnungspflicht #ironie ;) #
  • Ich glaube, diese News-Corp-Bing-Geschichte ist blanke PR. Mehr Besucher bei Bing wegen News von News Corp.? Unsinn. #
  • Ui, ich hab ja schon die neue Adsense-Betaoberfläche. #
  • Gefällt mir sehr gut die neue Adsense-Oberfläche. Viele Elemente, die an Analytics erinnern #
  • Genial: Der Bratwurstjournalist: http://bit.ly/8FMPGO via @kei_ekaabo #
  • Die Fürther haben das Stadion nicht wirklich in Trolli-Arena umbenannt? Heißt der Stadtteil Ronhof denn jetzt auch Trolli? #
  • Ich würde Trolli noch mit in den Vereinsnahmen aufnehmen. "Spielvereinigung Trolli Greuther Fürth" – hat doch was. #
  • Tja, was kann man da tun – kein Augsburg mehr kaufen? http://bit.ly/1pQXy1 Unglaublich, was sich die Stadt da leistet. Bitter… #
  • .@PimpYourMac "Derragoddatobf" ist zum Beispiel korrektes Fränkisch #dialekt #
  • Ommwriter ist a) cool und b) sehr maclike – gefällt mir #
  • Jetzt mache ich mal den lärmenden PC aus und texte ein wenig mit dem Ommwriter… ommmmmm #
  • Hm, die Ambient-Sounds von Ommwriter wiederholen sich zu schnell. Werde mal iTunes starten und da was ambientiges zum Schreiben suchen. #
  • Nanu? Warum ist denn Soma.FM nicht mehr in iTunes? Naja, geht auch direkt über deren Seite. #chill #ambient #
  • "Neue Lösung für die Verarbeitung von Mediendateien steigert die Leistungsfähigkeit in bildintensiven Kreativ-Umgebungen." PR-Deutsch… #
  • …ich brauch jetzt ne koffeinintensive Kaffeeumgebung, um dann in meine textlastige Schreibumgebung zurückzukehren… #
  • Das Verhalten der Augsburger zeigt mal wieder, was "Obrigkeit" ist: http://bit.ly/8BaSIv #
  • Registrierungszwang, nur um etwas anzusehen, finde ich irgendwie so 90er. #
  • Genug Soma.FM – nun muss was lautes her… Rush R30 ist das Richtige :) #
  • Bestelle seit Ewigkeiten mal wieder ein paar CDs. #belohnung #
  • Ja CDs – Rush Snakes & Arrows kostet auf CD genausoviel wie in iTunes. Aber auf CD hab ich gleich ein Backup sozusagen ;) #
  • Knobeln seit gestern Abend an einem Mail-Problem auf Kundenserver… #
  • Manchen Texten merkt man an, dass sie für Google geschrieben wurden. Holprige Wiederholungen im Fließtext für ne tolle Keyword Density. #
  • "Eine Auto Innenreinigung ist die Reinigung des Innenraums eines Autos." schauder #keyworddensity #
  • Brummel – im Nahbereich hat die Flip Mino einfach Probleme mit der Schärfe. Nix Autofocus ;) #
  • "AdSense ohne jede Beteiligung an AdWords kann kein „fair share“ sein" verstehe ich nicht. http://bit.ly/4zBQho #
  • Adwords=Anzeigenkunden, Adsense=Publisher. Oder habe ich da was übersehen? #
  • CD-Plastikverpackungen sind eine wahre Geißel der Musikfreunde…. #
  • Mal in die Snakes & Arrows Live von Rush reinhören. Das letzte Studio-Album hat mich ja nicht so umgehauen. #
  • Ich muss grad jede CD zweimal einlegen, damit iTunes die importiert. #fail #
  • Der Dämon Gugel und der Shift: http://bit.ly/4RlMfl #webcific (via @GreenAcid) #
  • Gute Güte, wie habe ich es die letzten Jahre ohne die "2nd Live" von Golden Earring ausgehalten. Endlich auf CD nachgekauft. #
  • Kluger Artikel über News Corp/Microsoft <-> Google http://bit.ly/8rSmr6 (via weiß ich grad nicht mehr, aber danke :) ) #
  • Und wieder eine automatisierte Linktauschanfrage. #seo-Missverständnisse #
  • Bin überrascht, dass es AOL noch gibt: http://bit.ly/8WI4m7 #
  • Zend: "Helfen Sie uns, Ihr PHP Ökosystem besser zu verstehen" – Schimmelt Software? Hat's da kleine Tierchen? Macht der Code Photosynthese? #
  • Warum denken viele, "hirnlos" wäre ein typisches Attribut von Marketing-Texten in Newslettern? #
  • Hui, E-Mail mit sechs angehängten PDF-Dateien bekommen. Da freu ich mich über den PDF-Viewer in Google Mail. #
  • Alles Gute zum Geburtstag @praetorius :) #
  • Schreibt keine Bücher, schreibt lieber online: http://bit.ly/6sRZFY #webcific #
  • :) RT @Reongard: ich frag mich, wann ich Twitter endlich durchgespielt habe #
  • Wenn das Twitter-Bezahlmodell nach Europa kommt, wäre das vielleicht ein Monetarisierungsmodell für Verlage? http://ow.ly/Ga3S #
  • Immer schön, wenn Versicherungen "anpassen" schreiben. Das macht die Tariferhöhung um 70 Euro/Monat doch gleich viel angenehmer. #fail #
  • Am Freitag darf's auch mal ein Hundefoto sein :) http://bit.ly/6lVWAC #
  • Keine Gute Idee, Tweetdeck auf zwei Rechnern gleichzeitig laufen zu lassen. Nun ist mein Rate Limit überschritten. ;) #
  • Wo war der Datenschutz, als es um die Vorratsdatenspeicherung ging? #heuchler #analytics #
  • Danke :) @hirnduebel “Jung sein ist Glück und vergeht wie Dunst.” #
  • ich hab ne Shell #iphone #openssh #
  • Einen fröhlichen guten Morgen wünsche ich in die Runde :) #
  • Lohnt es sich für rund 30 Leute Fürth <-> Christkindlmarkt und zurück eventuell nen eigenen Bus zu mieten? #

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Eine Shell auf dem iPhone – lange hatte ich nicht mehr so viel Spaß mit Technik

Seit 23 Jahren arbeite ich mittlerweile als IT-Fachjournalist. In den letzten, sagen wir mal fünf bis sechs Jahren hat der Job allerdings einiges an Faszination verloren. Es gab einfach zu weniges faszinierendes.

Früher bin ich noch wie bescheuert durch die Redaktion der Computer Persönlich gehopst, als ich erstmals via Netzwerk Dateien von Rechner A auf Rechner B kopieren konnte. Als ich dann noch auf Rechner B einen Remote Desktop eingerichtet habe, darauf von Rechner A aus zugegriffen habe und dann wiederum mit dem  auf B installierten Filetransferprogramm von B nach A Dateien kopiert habe, erklärten mich meine Kollegen vollends für verrückt. Sie hatten ja Recht.

Genau das verspielte, das Ausloten der Möglichkeiten hat mich seit jeher an der Arbeit mit Computern fasziniert. Nur wurden die faszinierenden Sensationen mit den Jahren immer weniger.

Damals hatten wir noch dieses Kribbeln wenn in der Redaktion ein von 20 auf 25 Megahertz hoch getakteter AT mit Coprozessor stand und wie eine Rakete Fraktale berechnete.

In den letzten Jahren, wie gesagt, war das Gefühl kaum noch da. Der zweihunderdste PC, alles wird inzwischen in Giga gemessen und neue Software gibt es auch kaum mehr. Ich hatte keinen Spaß mehr an der Materie.

Heute hatte ich das Kribbeln endlich mal wieder, diese kindliche Freude an der Technik. Heute habe ich meinem iPhone einen Jailbreak verpasst. Und nach einigem hin und her hatte ich einen Shell-Zugriff auf das iPhone.

Shell-Zugriff auf iPhone mit Jailbreak
Shell-Zugriff auf iPhone mit Jailbreak

Ist das nicht cool? Ein westentaschengroßes Device benimmt sich wie ein dicker Server? Ich find’s klasse.

Und jetzt geh ich noch ein wenig rumhopsen – eigentlich müsste ich über die Shell jetzt ja auch noch auf einen Server im Internet zugreifen können? Mal probieren. Hihi.

Bücher schreiben im Trend?

Die Bayerische Akademie der Presse hat einen Newsletter – elektronisch freilich. Und der hat ein Editorial.

Das Editorial macht den lesenden Journalistinnen und Journalisten einen erstaunlichen Vorschlag. Man möge doch einmal ein Buch schreiben. So nebenbei, schließlich sei es ein Trend in der Verlagsbranche, dass Journalisten nun auch Bücher schreiben würden.

Nichts gegen das Schreiben von Büchern. Ich mache das selbst gelegentlich. Aber zur Zeit wirkt der Vorschlag daneben.

Vielen Kolleginnen und Kollegen steht das Wasser bis zum Hals. Die Aufträge werden weniger oder fallen ganz weg. Die Honorare stagnieren oder sinken und viele suchen in der Krise nach einem neuen Weg.

Bücher schreiben als neuer Weg? Nein. Denn die Honorare für Bücher sind nur dann einigermaßen brauchbar, wenn man für Buch B schon möglichst viel aus Buch A oder aus eigenen Artikeln zweitverwerten kann. Vom Honorar für Sachbücher zu leben, erfordert hohen Arbeitsaufwand und es macht nicht sonderlich Spaß.

Ganz abgesehen davon gehe ich nicht davon aus, dass die Buchverlage gerade eine Blütezeit erleben und händeringend nach neuem Material suchen.

Nein, ich möchte niemandem empfehlen, ein Buch zu schreiben – außer es ist ein Hobby.

Investiert lieber die Zeit und schreibt online.

Der Augsburger Fehltritt

Das, was die Stadt Augsburg da mit dem Blogger gemacht hat, ist ein gewaltiger Fehltritt. Der Blogger fragt die Stadt um die Genehmigung, eine bereits registrierte URL verwenden zu dürfen und die Stadt Augsburg reagiert mit einer Abmahnung.

Das demonstriert, wie die Obrigkeit mit ihren Bürgern umgeht – eben von oben nach unten. Das ist bitter und wird in der Blogosphäre auch ausreichend kritisiert.

Neulich hat sich auch Jack Wolfskin mit einer Ladung Abmahnungen in die Nesseln gesetzt. Das Ergebnis waren unzählige Bekenntnisse, nicht mehr bei Jack Wolfskin zu kaufen.

Doch wie geht die Community nun mit Augsburg um? Der Stadtverwaltung darf es doch herzlich wurst sein, wenn sich da ein paar Twitter-Botschaften und Blog-Einträge über das Verhalten der Stadtoberen ärgern.

Aufrufe wie “kauft nicht mehr bei Augsburg” oder “ich kaufe kein Augsburg mehr” funktionieren nicht. Augsburg hat nichts zu verkaufen, also auch nichts zu verlieren. Und wenn man jetzt beschließt, nichts mehr in Augsburg zu kaufen, trifft es die falschen.

Das Image wird allerdings massiv leiden. Was mag ein Unternehmen denken, das Augsburg als Standort für eine neue Produktionsstätte erwägt. Welche Gedanken mögen Freiberufler, Journalisten, Web-Designer und andere Kreative haben, wenn sie an Augsburg als Sitz ihrer kleinen Firma denken?

Mit seinem massiven Vorgehen schafft Augsburg Angst, Angst vor einer Obrigkeit, der es egal ist, ob ihre Bürger mal 1.900 mehr oder weniger zu zahlen haben. Und diese Angst wird sich herumsprechen. Was passiert mit einem Unternehmen, das “Augsburg” im Namen trägt? Gibt es da auch bald eine Abmahnung? Wird es die Augsburger Puppenkiste gar treffen?

Kein gutes Klima in Augsburg – weder für Gründer noch für alle anderen, die kreativen Freiraum brauchen.

Update: Die Stadt Augsburg hat eingelenkt. Der Blogger muss nicht zahlen. Immerhin.

Google ausschließen ist nicht genug – weitere geheime Pläne der Verlage aufgedeckt

Murdochs Pläne inspirieren die Verlagsbranche. Der Medienmogul möchte Google künftig daran hindern, seine Angebote zu durchsuchen und in der Suchmaschine darzustellen.

Das inspiriert.

Schon sind erste Ideen zu hören, das Konzept von Murdoch noch weiter zu tragen. Vorschläge wie die Folgenden kursieren in handgeschriebenen Briefen, die Verleger einander zusenden.

Künftig wird demnach nicht nur Google von den Internet-Angeboten ausgeschlossen, sondern auch der Passant vom Blick auf die Titelblätter am Kiosk. Schließlich begeht jeder vorübergehende Mensch Informationsdiebstahl, sobald er eine Schlagzeile liest oder ein Aufmacherphoto sieht.

Man möge sich das mal klar machen: Der Schmarotzer im Regenmantel mit seiner speckigen Aktentasche, der sich im Berufsverkehrstrubel an der Zeitungsauslage vorbeidrückt, bekommt umsonst wichtige Information geliefert, ohne dafür auch nur einen Cent zu bezahlen.

Was also tun? Ganz klar. Es wird nur noch weiße Titelblätter geben. Wer Information haben möchte, soll gefälligst zahlen und keine Schlagzeilen schnorren. Erst nach der Zahlung wird das Heft ausgehändigt und darf betrachtet werden.

Ein weiteres Modell der Verleger: Sie werden Kioske künftig zur Kasse bitten. Wer eine Zeitung oder Zeitschrift weiterverkauft, soll zusätzlich zum Copypreis der Zeitschrift noch einen Obulus an den Verlag abführen. Schließlich sei eine ausgelegte Zeitschrift pure Werbung für den Kiosk. Und die Kioskbesitzer bekommen die Informationen schließlich praktisch gratis geliefert.

Ein weiterer innovativer Vorschlag: Die Konsumenten müssen die Informationen künftig direkt an der Stätte des Kaufs aufnehmen, nach der Lektüre gehen die Blätter zurück an den Verkäufer. So verhindern die Verlage, dass unbefugte Zweitleser aufspringen und sich umsonst Informationen holen.

Sensible Branchenvertreter mahnen allerdings: dieses Vorgehen könnte zu Protesten führen.

Für den Fall gibt es aber noch eine andere, technisch aufwändigere Version: Selbstzerstörendes Papier. Nach dem Öffnen der schwarzen, lichtdichten Verpackung hat der Leser rund 40 Minuten Zeit, die Informationen zu konsumieren. Danach löst sich das Papier auf. Nicht geklärt ist allerdings, wie man effektiv verhindern kann, dass ein Leser seinen Freunden und Bekannten die Informationen weitererzählt. Schließlich ist auch das eine Form von Wissensdiebstahl. An geeigneten Drogen, die das Sprachzentrum etwa zwei Stunden lang nach der Lektüre einer Zeitung lähmen, wird noch gearbeitet.

Aus dem Internet wolle man bald ganz verschwinden, wenn den geheimen Briefen zu glauben ist. Zu viele Menschen, zu viele Wege, unbefugt Informationen zu verbreiten. Das Netz wird sich noch wundern, wenn die Verlage plötzlich draußen sind. Jawohl!