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Bücher schreiben im Trend?

Die Bayerische Akademie der Presse hat einen Newsletter - elektronisch freilich. Und der hat ein Editorial.

Das Editorial macht den lesenden Journalistinnen und Journalisten einen erstaunlichen Vorschlag. Man möge doch einmal ein Buch schreiben. So nebenbei, schließlich sei es ein Trend in der Verlagsbranche, dass Journalisten nun auch Bücher schreiben würden.

Nichts gegen das Schreiben von Büchern. Ich mache das selbst gelegentlich. Aber zur Zeit wirkt der Vorschlag daneben.

Vielen Kolleginnen und Kollegen steht das Wasser bis zum Hals. Die Aufträge werden weniger oder fallen ganz weg. Die Honorare stagnieren oder sinken und viele suchen in der Krise nach einem neuen Weg.

Bücher schreiben als neuer Weg? Nein. Denn die Honorare für Bücher sind nur dann einigermaßen brauchbar, wenn man für Buch B schon möglichst viel aus Buch A oder aus eigenen Artikeln zweitverwerten kann. Vom Honorar für Sachbücher zu leben, erfordert hohen Arbeitsaufwand und es macht nicht sonderlich Spaß.

Ganz abgesehen davon gehe ich nicht davon aus, dass die Buchverlage gerade eine Blütezeit erleben und händeringend nach neuem Material suchen.

Nein, ich möchte niemandem empfehlen, ein Buch zu schreiben - außer es ist ein Hobby.

Investiert lieber die Zeit und schreibt online.

Aktualisiert am: 28.12.2011



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