Das sind ein paar Stichpunkte aus einem Vortrag, den ich im Oktober 2009 auf der Webcific-Tagung gehalten habe. Angesichts der Diskussion um das Leistungsschutzrecht musste ich an diese Punkte denken und habe sie hier einmal veröffentlicht.
>>> Siehe auch: Die Verlage kämpfen nur für die Freiheit, aber nicht für wirtschaftliche Interessen.
Meine Kernthese: Das Internet braucht keine Verlage
Aufgaben der Verlage:
- Distribution -> erledigt das Internet
- Druck -> nicht mehr notwendig
- Abwicklung -> erledigt das CMS
- Buchhaltung -> Steuerberater oder selbst machen
- Organisation -> bei kleinen und Kleinst-Auftritten nicht notwendig
- Vermarktung -> Suchmaschinen, Social Web
Ergo: Verlage sind im Internet nicht notwendig.
>>> Mehr: Qualitäts-Journalisten brauchen keine Verlage mehr.
Oder doch?
Wo bräuchten wir noch Verlage?
- Schutz-> kein rechtlicher Schutz durch Verlag (Markenrecht)
- Rechteverwertung -> sehen wir inzwischen gelassen (da geht's um das Kopieren von Artikeln)
- Kapital -> ist es wirklich notwendig? Ein Blog kostet nicht viel
- Qualitätssicherung
- Redaktionen -> gegenseitige Inspiration
- Querfinanzierung nicht lukrativer Inhalte
Ist Google unser Verlag?
- Google bringt die Leser
- Google bringt Anzeigen
- Google stellt Infrastruktur (Docs, Mail...)
- Wir sind von der Google-Suchmaschine abhängig
- Was tun, wenn Google seine Meinung ändert?
- Allerdings: Google will nicht die exklusiven Rechte zur Verwertung. Der Inhalt bleibt unserer
Die Verlage kämpfen nur für die Freiheit, aber nicht für wirtschaftliche Interessen
Qualitäts-Journalisten brauchen keine Verlage mehr
Wo ist denn eigentlich das gemeinsame News-Portal der deutschen Presse?
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