976 Beiträge rss | 47 Nutzer online

E-Mail-Newsletter und Pressemitteilung: Spam-Filter verändern Nutzerverhalten

Die mehr und mehr auf dem Desktop eingesetzten Spam-Filter werden meiner Ansicht nach das Nutzerverhalten gegenüber Newslettern und Presseaussendungen per E-Mail verändern.

Auch wenn diese Sendungen eigentlich erwünscht sind, werden sie vermehrt absichtlich der Kategorie "Junk" zugeordnet. Der Grund: statt sich mühsam über die Adresse in der Mail abzumelden, reicht ein Klick und das markieren der Mail als Junk. Außerdem ist das ein bequemer Weg, um den Posteingang frei zu halten.

E-Mail-Clients wie Firefox erleichtern mit ihren Junk-Mail-Funktionen dieses Verhalten. Übrigens muss das nicht heißen, dass ein Newsletter oder eine Mitteilung nie mehr gelesen wird. Wer verantwortungsvoll mit seiner Mail umgeht, wird ein oder zweimal täglich den Junk-Mail-Ordner prüfen. Falls dann eine Nachricht interessant ist, kommt sie vielleicht wieder aus dem Mülleimer heraus.

Welche Auswirkungen mag das haben?

- Die Response-Statistik bei Newslettern kann verfälscht werden. Denn wenn sich Nutzer nicht mehr abmelden, sondern die Newsletter einfach wegwerfen, werden verhältnismäßig mehr Newsletter geschickt, die Response-Rate wird sinken.

- Die Subject-Zeilen der Newsletter und Pressemitteilungen müssen aussagekräftiger sein. "Newsletter XY, KW 33" wird nicht ausreichen, um den schon im Junk-Ordner gelandeten Newsletter zu retten.

Gegen das Markieren als Junkmail werden die Versender der Nachrichten nicht viel unternehmen können. Eventuell hilft eine klare Markierung der Subject-Zeilen mit dem Stichwort "Pressemitteilung" oder "Newsletter" - anhand solcher Markierungen können die Empfänger die Nachrichten bequem in Filter einsortieren. Allerdings erfordert das wieder einigen Aufwand seitens des Empfängers - das Markieren als Junk ist da bequemer.

Mehr dazu:

Aktualisiert am: 27.04.2005




Ihr Kommentar:


Name:


Copyright © goldmann.de 1999-2012   | Tippscout 5.0
Zurück Startseite