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E-Mail-Server mit Suse 10 einrichten

Ein Mailserver im Netzwerk hat viele Vorteile. Er erleichtert die interne Kommunikation, holt Nachrichten aus dem Internet und leitet sie auf Wunsch sogar weiter. Wie Sie mit Suse Linux 10 einen Mailserver einrichten zeigt der folgende Beitrag.

(erschienen 2006 in der Sonderheftreihe Chip Professionell)

Ab einem Netzwerk von rund fünf Arbeitsplätzen lohnt es sich, über einen eigenen Mailserver im lokalen Netz nachzudenken. Der regelt die Mail-Kommunikation im LAN, holt Nachrichten aus dem Internet ab und übernimmt auch den Versand ins Netz.

Um die Mail hausintern abzuwickeln brauchen Sie zwei Serverprogramme. Einmal einen SMTP-Server zum Versenden der Mail. Und zweitens einen Server zum Empfangen der Nachrichten. Das kann entweder ein POP3- oder ein IMAP-Server sein. Die Server-Programme für Versand und Empfang laufen problemlos nebeneinander auf einem Comptuter.

An Hardware reicht ein alter PC mit 500 MHz und mehr Taktfrequenz. Die Festplatte sollte schnell und ausreichend dimensioniert sein. Rechnen Sie pro Mail-Teilnehmer ein halbes GByte, falls die E-Mails auf dem Server verbleiben sollen und 100 MByte falls die Nutzer ihre Mail vom Server holen und danach löschen. Beim Speicher liegen Sie mit 256 bis 512 MByte im sicheren Bereich.

Achten Sie auf eine gute, hochwertige Netzwerkkarte und eine sichere Netzwerkinfrastruktur. Denn in Spitzenzeiten werden Server und Netzwerk einiges zu bewältigen haben - zum Beispiel dann, wenn der Kollege seine neue 250 MByte große Multimedia-Präsentation einmal im kompletten Betrieb herumschickt.

Das bringt ein SMTP-Server

Für den Versand von E-Mail ist das Simple Mail Transfer Protocol zuständig, kurz SMTP. Der Absender schickt seine Mail direkt an den lokalen SMTP-Server und hat sie sofort vom Tisch. Lange Wartezeiten auf den Server im Internet sind damit Vergangenheit. Der SMTP-Server kümmert sich um die Weiterleitung der Mail, während der User mit dem Mail-Programm gleich weiter arbeitet und die nächste Nachricht auf den Weg schickt.

Falls einmal der SMTP-Server beim Provider Probleme hat, braucht niemand eine Spätschicht einzulegen und zu warten, bis die Mail endlich weiter geht. Denn der lokale Mailserver probiert es mehrere Male, die Nachrichten los zu werden. Meist klappt es auf den zweiten oder dritten Anlauf.

Eine weitere praktische Eigenschaft: Anhand der Log-Dateien Ihres Mailservers können Sie leicht nachvollziehen, wann eine Mail versandt wurde. Das hilft, Kommunikationspannen aufzuklären.

Das bringt ein POP-Server

POP steht für das Post Office Protocol. Ein solcher Server verwaltet Postfächer. Jeder Nutzer hat sein Fach, in das ankommende Mail einsortiert wird. Der POP-Server lagert die eingetroffenen Nachrichten zwischen und schickt sie dem Empfänger sobald der sie anfordert.

In der Regel bleiben die Mails bei POP nicht auf dem Server. Einmal abgerufen findet sich eine E-Mail nur auf dem Computer wieder, von dem aus sie abgerufen wurde. Pech, wenn man dann an einem anderen PC sitzt. Auch ist es nicht vorgesehen, auf einem POP-Server Nachrichten in Ordner zu sortieren. Hierfür eignet sich IMAP besser.

Das bringt ein IMAP-Server

Bei IMAP bleibt die Mail auf dem Server. Der große Vorteil: Diese Mail lässt sich von mehreren Rechnern aus ansehen. Das ist ideal, wenn Sie immer mal wieder den PC wechseln und immer Ihren aktuellen Mail-Bestand dabei haben wollen. Außerdem spart IMAP Platz auf Ihrer Festplatte - allerdings auf Kosten des Servers. Der muss ausreichend Speicher anbieten. Ein weiterer Vorteil von IMAP: Der Server erlaubt, Nachrichten auf dem Server in Ordner zu sortieren. So bleibt der Eingang schön übersichtlich - egal, von wo aus Sie den Server nutzen. Natürlich dürfen Sie die IMAP-Mails auch lokal speichern - kopieren Sie diese einfach in einen lokalen Ordner Ihres Mailprogramms oder schalten Sie die Funktion zum Offline-lesen von Nachrichten ein.

Noch ein Argument für IMAP-Server ist das einfachere Backup der Daten. Die Daten liegen auf dem Server und müssen nur noch eingesammelt werden.

Mailserver-Konfiguration in Suse Yast

Den SMTP-Server einrichten

An die Arbeit. Richten Sie zuerst den SMTP-Server ein. Der Server selbst ist schon installiert. Sie müssen ihm nur noch mitteilen, wohn die Mails gehen sollen. Bevor Sie mit der Konfiguration beginnen, brauchen Sie die Adresse des Mailservers bei Ihrem Provider sowie Ihre Benutzerdaten dort. Außerdem sollten Sie sich vergewissern, dass der Provider das Relaying, also das Weiterleiten von Mails erlaubt. Fragen Sie im Zweifel bei Ihrem Provider nach.

Danach kann es losgehen.

Starten Sie den Server, melden Sie sich an und öffnen Sie eine Shell. Dort geben Sie

su

und und das Root-Kennwort ein. Gleich danach folgt der Befehl

yast mail

Nach ein wenig Vorarbeit begleitet Sie Yast mit einem Konfigurationsassistenten durch die Einrichtung Ihres Mail-Versand-Servers. Als erstes legen Sie fest, wie der Server mit dem Internet verbunden ist. In der Regel ist das Permanent. Falls Sie allerdings einen nach Online-Zeit abgerechneten DSL-Account besitzen oder sich per Modem und ISDN einwählen, nehmen Sie die Option Einwahl. Danach drücken Sie [Alt - W].

Drücken Sie [Alt - S] und tragen Sie die Adresse des Mailservers bei Ihrem Provider ein. Danach folgen [Alt - U] und [Alt - B] sowie die Eingabe Ihres Benutzernamens, mit dem Sie sich bei diesem Server anmelden. Vergessen Sie nicht, auf [Alt - P] zu drücken, um das Kennwort einzugeben.

Danach geht es weiter mit [Alt - O] und [Alt - W].

Mit [Alt - O] schließen Sie diesen Dialog wieder. Im nächsten Dialogfenster drücken Sie zunächst [Alt - N] und aktivieren damit die Option Entfernte SMTP-Verbindungen akzeptieren. Wenn Sie anschließend noch mit [Alt - F] die Firewall öffnen, dürfen andere Computer über den SMTP-Server Nachrichten versenden. Achtung: Damit öffnen Sie eine Sicherheitslücke. Schafft es ein Hacker, in Ihr Netzwerk einzudringen kann er über diesen Port Mail versenden, so viel er mag. Deshalb ist es wichtig, dass eine Firewall Ihr Netzwerk schützt. Falls Ihr Linux-System über eine zweite Netzwerkkarte den Datenverkerh mit dem Internet regelt, achten Sie darauf, in den Firewall-Details nur auf der Karte den SMTP-Port freizugeben, die den internen Netzwerk-Verkehr regelt. Diese Details sehen Sie mit [Alt - I].

Damit ist der Server für den Mail-Versand konfiguriert und Sie können ihn ausprobieren. Drücken Sie die Tastenkombination [Alt - B], um die Konfiguration zu speichern.




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Eine sehr gute Anleitung. Nur eine kleine Frage: mit dem Befehl "Mail"
kann man eine Test Nachricht verschicken. Aber wenn ich STRG-D drücke
passiert nichts. und bei Enter bekomme ich keine Rückmeldung ob was
verschickt wurde. Ich muss erst mit STRG-C den Vorgang abbrechen.
Somit wird natürlich auch keine Test Mail verschickt. Gibs da ne
Erklärung für ?
Gruss Alex
[Alexander | 02.11.2006]

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Super Anleitung :) Noch nie war soooo schnell die Mailgeschichte
eingerichtet.

[Thomas | 22.11.2006]

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Ja, wenn man bei Suse nix Gescheites findet, besucht man eben diese
Seite. Was für mich (als Linux-Laien) der absolute Clou wäre: Wenn das
Zusamenspiel der einzelnen Komponenten samt den Ordnern, in denen sich
die Programme verstecken, als knuffige Grafik dargestellt wäre.
[Stephan der Bruder | 12.01.2007]

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ja geht leider nicht so einfach wie obeb beschrieben.
Wenn ich den Client (outlock) einrichten will bekomme ich immer
folgende Fehlermeldung "Der Server hat die Anmeldung zurückgewiesen.
Überprüfen sie den Benutzernahmen und das Kennwort"
Wenn ich davon ausgehe das ich die gleichen Benutzernamen und
Kennwörter wie für die linuxanmeldung nutze, habe ich da garantiert
keinen Fehler drin (habe ich sicher mehrfach probiert)
muss ich igentwo für e-mail einen eigenen Benutzer anlegen?
[Henry Fenzke | 03.08.2009]

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was mier noch einfählt:
mails mit fetchmail abholen geht die mails weden ins locale
mailverzeichnis vom user kopiert.
[Henry Fenzke | 03.08.2009]

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