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Ebay Versteigerung richtig vorbereiten

Ebay macht Spaß -- aber nur, wenn die Verbindung zum Online-Auktionshaus optimal eingerichtet ist. Dieser Beitrag zeigt, wie der perfekte Ebay-PC aussehen muss und zeigt die neuesten Ebay-Kniffe für erfolgreiches Kaufen und Verkaufen.

Diesen Artikel habe ich im Sommer 2004 für die PC-Professionell geschrieben.

„3 - 2 - 1 - klick!“ Stille. Dann ein kurzer Aufschrei. Statt „meins“ ist das tolle Ebay-Schnäppchen nun „seins“. Ein anderer hat sich die Ware gesichert. Schuld an allem: Das Modem und der Timeout. Sekunden vor dem Ende der Auktion hat das Verbindungsstück zum Internet einfach aufgelegt.

Damit so eine Panne gar nicht erst nicht passiert, hat PC-Professionell die optimale Ebay-Konfiguration zusammengestellt. Die besteht aus:

- einem sauber konfigurierten PC

- einer stabilen, dauerhaften und schnellen Verbindung ins Internet

- einer Absicherung gegen Angriffe aus dem Internet

- sinnvollen Zusatzprogrammen wie einem Sniper und einem Verkaufs-Tool

Ist der Ebay-Arbeitsplatz richtig vorbereitet, kann nichts mehr schief gehen -- dann gilt wieder der Werbespruch „3 - 2 - 1 -meins“.

Den PC konfigurieren

Für das Bieten bei Ebay ist ein PC mit Windows XP oder Windows 2000 am besten. Windows 9x und ME sollten nicht zum Einsatz kommen. Denn die neigen zum Absturz und richten sich beim Crash-Zeitpunkt keinesfalls nach laufenden Auktionen.

Für den reibungslosen Betrieb braucht Windows XP mindestens einen Rechner der 700-MHz-Klasse. Schneller ist besser. Genügend Speicher ist ebenfalls wichtig: Unter 256 MByte hat es keinen Sinn. Die Gefahr des Speichermangels: Der PC könnte im falschen Augenblick anfangen, Dateien aus dem Speicher auf die Festplatte auszulagern. Dieser „Swapping“ genannte Vorgang kostet entscheidende Sekunden beim Seitenaufbau und kann so manchen Deal verderben.

Eine Schwachstelle aktueller Computer sind immer noch die Grafiktreiber. Sobald die nicht mitspielen, kann es zu folgenschweren Komplettabstürzen kommen. Deshalb: Keine Experimente mit dem Ebay-PC. Solange der PC sauber läuft, sollte man sich hüten, einen neuen Grafiktreiber zu installieren. Denn nur allzu oft bringt der erst die Probleme, die man vorher nicht hatte.

Generell gilt: Nicht am Ebay-PC herumbasteln, solange man darauf angewiesen ist. Denn die Aufrüstung des PC kann zu Hitzeproblemen führen, Inkompatibilitäten legen den PC vielleicht im entscheidenden Augenblick lahm. Wer seinen Ebay-Computer umrüstet, sollte zumindest ein ebenfalls ans Internet angeschlossenes Ersatzgerät parat haben - zum Beispiel ein Notebook.

Windows richtig einstellen

Eine Gefahr im Ebay-Betrieb: Nach einigen Minuten ohne Klick schaltet sich der Bildschirmschoner ein. Setzt sich der Ebayer an den PC und schaltet den Schoner ab, erscheint als nächstes der Login-Bildschirm. Bis sich der Ebay-Profi wieder angemeldet und sein Kennwort eingegeben hat, vergehen wertvolle Sekunden. Deshalb mit der rechten Maustaste auf den Desktop-Hintergrund klicken und Eigenschaften/Bildschirmschoner wählen. Dort das Häkchen aus Willkommenseite bei Reaktivierung entfernen und Ok klicken. Danach wird beim Deaktivieren des Schoners sofort wieder der Desktop samt allen offenen Ebay-Browserfenster angezeigt.

Bei langsamen Computern mit geringer Speicherausstattung empfiehlt es sich, den Bildschirmschoner ganz abzuschalten. Denn das deaktivieren des Schoners und das Wiederherstellen der Arbeitsoberfläche kann bei schwacher Hardware mehrere Sekunden dauern. Das Abschalten geht ebenfalls in Eigenschaften/Bildschirmschoner. Dort unter Bildschirmschoner den Eintrag (Kein) auswählen.

Notebook-Besitzer sollten darauf achten, dass ihr Rechner nicht kurz vor Ende der Auktion einschläft. Dazu müssen alle Stromsparoptionen ausgeschaltet werden. Das geht in Systemsteuerung/Leistung und Wartung/Energieoptionen. Dort unter Energieschemas alle Parameter auf Nie stellen.

Damit im entscheidenden Augenblick nicht die Maschine versagt, dürfen keine aufwändigen Hintergrundprozesse laufen, die das Laden des Internet Explorer oder das Aufrufen der Seite verhindern. Seti@home und Co. sind also tabu oder sollten so eingestellt sein, dass sie den Rechner nicht komplett auslasten.

Einen Blick wirft der Windows-Profi auf die geplanten Prozesse werfen. Wer zum falschen Zeitpunkt über den Windows-Zeitplaner die Defragmentierung oder Festplattenprüfung startet, bremst den PC aus.

Das gilt auch für das Antivirenprogramm. Das sollte nur dann alle Dateien auf Schädlinge überprüfen, wenn kein Einkauf anliegt. Solche Aktionen sind am besten Nachts oder in den frühen Morgenstunden aufgehoben, wenn sicher keine Ebay-Transaktionen anstehen.

Die richtige Verbindung wählen

Die einzig wahre Verbindung für Ebay-Profis ist eine DSL-Flatrate. Denn der PC muss ständig online bleiben -- sei es, um laufende Auktionen zu überwachen oder einfach nur, um nicht zum entscheidenden Zeitpunkt eine Zeit raubende Einwahl durchführen zu müssen. Das Übertragungsvolumen spielt eine untergeordnete Rolle. Im Normalfall reicht eine günstige Flatrate mit Volumenbegrenzung vollkommen aus. Am besten für den DSL-Einsatz ist ein Router, in dem man eine dauerhafte Verbindung schalten kann. Aber Achtung: Das ist nur sinnvoll, wenn DSL nicht nach Zeit abgerechnet wird. Zweiter Vorteil eines Routers: Hier lässt sich bequem ein weiterer PC anhängen, der im Krisenfall die Ebay-Einkäufe übernimmt.

Wer kein DSL hat, sollte zumindest ISDN einsetzen. Die Einwahl geht deutlich schneller, als mit einem Modem. Denn das muss erst langwierig die optimale Übertragungsgeschwindigkeit aushandeln.

Unabhängig vom verwendeten Übertragungsverfahren gilt: Keine großen Downloads nebenher durchführen, denn die können die Verbindung zu Ebay im entscheidenden Augenblick ausbremsen.

Sicherheitsmaßnahmen

Bleibt der PC für den Ebay-Einsatz ständig online, so ist er besonders gefährdet. Denn im Netz wimmelt es von Würmern, die sich auf den Rechner schlängeln wollen. Absicherung Nummer 1 gegen Würmer: Windows auf dem neuesten Stand halten - am besten automatisch. Damit die Automatik aber nicht zum falschen Zeitpunkt das Mega-Update aus dem Netz holt und die Verbindung zu Ebay unbrauchbar langsam macht, sollte die Automatik nur über die Verfügbarkeit neuer Patches informieren. Dazu die Eigenschaften des Arbeitsplatz wählen und dort unter Automatische Updates/Einstellungen die Optionen Den Computer auf dem neuesten Stand halten... und Vor dem Download von Updates benachrichtigen... aktivieren. Die Updates werden später in den Handelspausen eingespielt.

Zweite Sicherungsmaßnahme: Eine Software-Firewall. Die hält Wurm-Attacken fern. Wer allerdings Ebay-Tools zum Bieten einsetzt, sollte diese zuerst ausführlich mit der Firewall testen. Das schützt vor überraschenden - und zeitraubenden - Warnmeldungen der Firewall, wenn zum Beispiel die Sniper-Applikation Daten ins Web-Senden will.

Besser als jede Software schützt eine Firewall-Appliance vor Angriffen aus dem Web. Der Vorteil: der PC wird bei einem Angriff nicht belastet, Firewall und PC sind getrennt. DSL-Besitzer sollten sich in jedem Fall einen Router mit eingebauter Firewall leisten.

Pflicht für jeden PC-Besitzer ist ein Desktop-Virenschutz. Ebay-Freunde sollten darauf achten, dass der möglichst wenig Systemressourcen frisst. Ein guter Scanner kommt von H+BEDV. Antivir ist für den privaten Einsatz gratis. Wichtig: Den Virenscanner stets auf dem neusten Stand halten.

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Aktualisiert am: 25.11.2005




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