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Film auf DVD: Das brauchen Sie, um Filme zu überspielen

Die DVD ist das Speichermedium des digitalen Zeitalters. Auf eine kleine Scheibe passen ein kompletter Spielfilm, mehrere Teile einer TV-Serie oder die ganz persönliche Videosammlung. Natürlich nimmt jede DVD auch andere Daten auf. Wie wäre es mit einer Sicherungskopie der Musiksammlung? Oder mit der ultimativen Diashow auf DVD - auf die 4,37 Gigabyte des glänzenden Datenträgers passen Hunderte Urlaubsbilder in hoher Qualität.

Dank der großen Kapazität speichert eine DVD digitalisierte Filme in hoher Qualität - besser als jedes Videoband. Dazu gibt es noch fetten digitalen Sound: Nur mit der DVD ist echtes Heimkino in Dolby Surround möglich. Kein Wunder, dass es in Videotheken praktisch nur noch Filme auf DVD anbieten. Das alte Magnetband hat ausgedient - Heimkino ist angesagt.

Allerdings kann eine DVD nicht nachträglich die Qualität des Ausgangsmaterials verbessern. Aus dem Fernsehen aufgenommene Filme bleiben hinter der hohen Qualität von Film-DVDs zurück. Aber im Gegensatz zu Videobändern nutzen sich die Datenträger nicht ab. Das Material verschlechtert sich nicht. Noch ein Vorteil: Da alle Filme digital auf DVD gespeichert sind, hat jede weitere Kopie der DVD die gleiche Qualität.

Der Clou: Jeder kann DVDs selbst brennen. DVD-Rohlinge sind nicht teuer. Umweltfreundliche DVD-Kenner greifen zu wieder beschreibbaren Scheiben. Die rentieren sich besonders, wenn beispielsweise aufgenommene TV-Sendungen nicht dauerhaft gespeichert bleiben sollen.

Filmbearbeitung - und sei es nur das Herausschneiden von Werbeblöcken - stellt hohe Anforderungen an einen PC. Damit das Bearbeiten und Brennen Freude macht, braucht der Computer ordentlich Power. Je schneller der Prozessor, desto flotter bereitet die Software ihre Filme auf. Wer das notwendige Budget hat, kauft einen neuen Computer mit dem schnellsten erhältlichen Prozessor, am besten über 3 GHz. Auch für die Festplatte gilt: je größer, desto besser. Denn Filmbearbeitung braucht Platz. 100 GByte sind das Minimum.

TV auf DVD aufzeichnen

Um eine eigene DVD aufzuzeichnen sind ein Computer, ein DVD-Brenner und die passende Software notwendig. Das Fernsehsignal selbst kommt über eine TV-Karte in den Rechner. Welche TV-Karte notwendig ist, hängt vom Anschluss ab. Ein analoger Antennen- oder Kabelanschluss erfordert eine ebenso analoge TV-Karte. Solche Karten kosten zum Beispiel bei Amazon ab 27 Euro (Terratec Cinergy 200). Besitzer einer Satellitenanlage brauchen je nach Anlagentyp eine digitale oder eine analoge Satellitenkarte. Digitale Karten unterstützen den Standard DVB-S. Ihr Vorteil: Sie zeichnen die Filmdaten direkt im komprimierten Mpeg-Format auf. Das spart Prozessorleistung und schont den Datenbus. Ebenfalls einen Mpeg-Datenstrom liefern TV-Karten für terrestrisches Digital-TV, DVB-T. DVB-S-Karten gibt es ab rund 40 Euro (VisionPlus Vision DTV Sat Express bei Alternate), für DVB-T wandern rund 70 Euro über die Theke (Technisat Airstar 2 bei Alternate).

Zur TV-Karte gehört in der Regel ein Aufnahmeprogramm. Das speichert die Filmaufnahmen zunächst auf der Festplatte des Computers. Dann kommt die Videoschnitt-Software zum Einsatz. Sie schneidet die Werbung heraus und wandelt den Film in das richtige Format für die DVD um. Zur Not lässt sich über die Software auch noch die benötigte Datenmenge reduzieren - allerdings auf Kosten der Qualität. Der eigentliche Brennvorgang ist dann noch eine Sache von Minuten.

Übrigens: Wer ohne Computer auskommen will, darf dennoch DVDs brennen. DVD-Recorder passen wunderbar ins Wohnzimmer und schreiben jede Filmaufnahme direkt auf die Scheibe. Der Vorteil: Weitere Bearbeitungsschritte fallen weg - jeder kann den Film gleich wieder ansehen. Nachteil: Eine Aufnahme lässt sich nicht so einfach nachbearbeiten und schneiden wie auf dem Computer. Außerdem hat ein reiner DVD-Recorder ohne zusätzlich eingebaute Festplatte nur begrenzte Aufnahmekapazität. Ist die DVD voll, nimmt das Gerät nichts mehr auf.

Eigene Filme auf DVD speichern

Selbst gedrehte Videos dürfen nicht lange in der Kamera oder auf der Festplatte des PC versauern. Ein Video gehört auf die DVD. Damit die Daten erst einmal von der Kamera auf den PC kommen, braucht der Rechner einen Firewire-Anschluss. Den gibt es als Zusatzkarte für rund 12 Euro (noname bei Alternate). Falls die Kamera kein Firewire-Kabel hat, fallen nochmals rund 5 bis 10 Euro an.

Ist die Kamera an den PC angeschlossen, kümmert sich Windows um alles weitere. Kurz nach dem Einschalten der Kamera erscheint sie als eigenes Gerät im Windows-Arbeitsplatz und ist von allen Videobearbeitungsprogrammen aus zugänglich.

Kaufberatung Video-Programme

Damit aus dem Rohmaterial eine gute DVD wird, gelten höhere Ansprüche für das Videoschnitt-Programm. Nicht nur das Schneiden und Zusammenkleben von Filmschnipseln steht im Pflichtenheft. Zusätzlich braucht der Videokünstler in spe Soundfunktionen, um den Film mit gesprochenen Text oder Musik zu unterlegen. Untertitel, Vor- und Abspänne oder Zusatzgrafiken stehen einem Videoschnittprogramm ebenfalls gut.

Nur mit ordentlicher Software also machen Videoschnitt und DVD-Brennen wirklich Spaß. Bei der Auswahl richtigen Videobearbeitungsprogramms kommt es auf den Verwendungszweck an. Soll die Software Filme von der Videokamera importieren oder Aufnahmen von der TV-Karte auf DVD brennen?

Damit die Filme vom Camcorder in den PC und von dort auf DVD wandern, muss das Videoprogramm die Filmdaten von der richtigen Schnittstelle aufnehmen, etwa Firewire oder USB. Außerdem sollte sie möglichst viele Aufnahmeformate beherrschen. Bei selteneren Kamera-Formaten wie Micro MV von Sony ist das zum Beispiel nicht immer der Fall - hier wäre Pinnacles Studio 9 eine gute Wahl. Die Standardformate wie DV beherrscht dagegen praktisch jede Software problemlos.

Auch bei Filmen, die schon auf der Festplatte liegen, ist das Format entscheidend. MPEG 1 und MPEG 2 sind weit verbreitet, bei anderen Formaten ist Vorsicht geboten. Oft muss hierfür noch ein zusätzliches Codec installiert werden. Das gilt besonders für MPEG 4 und DivX.

Für das Aufbereiten der Filme, besonders von Eigenproduktionen, ist die Ausstattung mit Effekten wichtig. Die Zahl der Übergänge, die Funktionen zum Verbessern des Filmmaterials und die Spezialeffekte sind von Hersteller zu Hersteller unterschiedlich.

Filme von der Kamera überspielen und mit einfachen Effekten versehen ist die Stärke von "Magix Filme auf CD&DVD" ((35 Euro, Amazon)). Die Programmoberfläche ist übersichtlich, Effekte und Übergänge sind rasch eingefügt.

Ist der PC allerdings nur ein Ersatz für den Videorecorder sind kaum Extras notwendig. Lediglich die Werbung muss weichen - das erledigen die Schnittfunktionen, die es bei allen Programmen gibt.

Gut geeignet für schnelle Schnitte ist Nero Vision Express. Das Programm verarbeitet viele Dateiformate und ist einfach in der Handhabung. Diese Software ist im Software Paket Nero 6 Reloaded enthalten. ((rund 49 Euro, Amazon))

Um professionell wirkende Filme zusammenzustellen, ist aber ein wenig mehr nötig. Für Filme mit Bild im Bild-Effekten, Überblendungen, Nachvertonungen und Hintergrundmusik empfiehlt sich eine Software die mit mehreren Spuren arbeitet. Die Spuren helfen, Elemente des Films übersichtlich zu arrangieren.

Für Effekte ist Pinnacle Studio 9 Plus ((89 Euro, Amazon)) eine gute Wahl. Die Software bietet viele Effekte und Filter zum Verbessern des Films. Wer Fernsehsendungen mit einer SAT-Fernsehkarte von Pinnacle aufzeichnet, sollte ebenfalls zu dieser Software greifen, da viele der anderen Programme mit den Codec von Pinnacle nicht zurechtkommen.

Wer wirklich viele Spuren braucht, um Effekte zu kombinieren, ist bei Video Deluxe 2005 ((50 Euro, Amazon)) gut aufgehoben. Bis zu 16 frei belegbare Spuren erfüllen alle Schnitt-Bedürfnisse.

Zum Kopieren von Filmen bietet Davideo mehrere Spezialprogramme an. Das sind zum Beispiel "Davideo 4 für VHS-Kassetten" ((30 Euro, Amazon)) zum digitalisieren von Video-Bändern oder Davideo Legal Copy ((33 Euro, Amazon)) zum Vervielfältigen von DVDs. Für beide Produkte ist eine analoge Fernsehkarte nötig.

 

Keine Lust auf laute Lüftergeräusche im Wohnzimmer? Keine Lust auf Nachbearbeitung von Filmen? Dann ist ein DVD-Recorder ideal. Diese Geräte passen in jedes HiFi-Rack und speichern TV-Filme direkt auf den Silberscheiben. Ideal ist es, wenn der Recorder eine Festplatte hat - 80 GByte sind das Minimum. Dann nämlich speichert der Recorder die Filme auf der Platte zwischen. Auf DVD landen nur die Aufnahmen, die auch wirklich archiviert werden sollen. Eine wichtige Funktion für alle Geräte: Die Aufnahmequalität muss sich möglichst fein regeln lassen. Nur so findet der Filmfreund den optimalen Kompromiss aus Filmqualität und Speicherbedarf.

Hat der Recorder eine eingebaute Festplatte, ist in der Regel auch eine Timeshift-Funktion für zeitversetztes Fernsehen an Bord. Timeshift nimmt einen TV-Kanal auf und beginnt per Knopfdruck mit dem Abspielen, noch während die Aufnahme läuft. In der Praxis sieht das so aus: Aufnahme starten, eine Viertelstunde warten, abspielen und dabei alle Werbeblöcke einfach überspringen. Bei DVD-Recordern ohne Platte funktioniert Timeshift nur, wenn eine DVD-RAM eingelegt ist und der Recorder dieses Format auch unterstützt. Je nach Player funktioniert Timeshift übrigens auch mit DVD-R-Medien.

Beim Kauf eines DVD-Recorders achtet der Kenner aber nicht nur auf die Festplatte. Auch ein Firewire-Anschluss für den Camcorder sollte dabei sein. So kommen die Urlaubsvideos bequem auf den Fernsehschirm oder auf eine DVD. Recorder mit Festplatte haben außerdem Editierfunktionen zum Schneiden der Filme. Sie entfernen Werbeblöcke und erlauben, eigene Videos zu schneiden. Allerdings: Gegenüber dem Schneiden mit einem guten Videoprogramm auf dem Computer sind diese Funktionen zu mager und vor allem zu unbequem in der Bedienung.

Nachteil der DVD-Recorder: Sie haben in der Regel nur einen TV-Tuner für analoge Signale eingebaut. Wer den Recorder an die Satellitenschüssel anstecken will, muss den SAT-Receiver vorher einschalten und den richtigen Sender wählen. Oder der Satelliten-Nutzer greift zu einem DVD-Recorder wie dem Toshiba RD-XS32. Der hat einen kleinen Infrarot-Sender, der vor der Aufnahme per Fernsteuerung auf den korrekten Sender schaltet.

DVD-Standards

Das Lager der beschreibbaren DVD-Medien teilt sich auf in zwei bedeutende Standards: DVD+R und DVD-R. Das R bedeutet: Die Medien lassen sich einmal beschreiben - und dann nie wieder. Wieder beschreibbare Rohlinge tragen die Bezeichnung RW - jeweils auch mit einem Plus- oder Minuszeichen.

Beide DVD-Sorten fassen 4,37 GByte Daten - und nicht, wie von der Werbung suggeriert 4,7 GByte. In Wahrheit sind es 4,7 Milliarden Byte, die großzügig und falsch umgerechnet wurden.

In der Handhabung unterscheiden sich die Standards nur marginal. Die Qualität der aufgenommenen Filme ist gleichwertig. Allerdings gilt es, darauf zu achten, welche Standards der DVD-Player im Wohnzimmer und der DVD-Brenner im Computer unterstützen.

Beim Kauf eines Brenners gilt: Er sollte in jedem Fall Medien beider Formate erzeugen. Ein aktueller DVD-Player kommt im Idealfall ebenfalls mit Plus und Minus zurecht. Steht ein älterer DVD-Abspieler im Wohnzimmer, hilft ein Blick in die Bedienungsanleitung bei der Wahl der richtigen Rohlinge. Wer den Luxus der freien Auswahl hat, probiert einfach aus, welche Medien mit Brenner und DVD-Player am besten zusammen arbeiten.

Entscheidend für schnelles Brennen ist die Geschwindigkeitsangabe für den DVD-Brenner wie auch für die Rohlinge. 4x bedeutet: Das Schreiben der Daten geht viermal so schnell wie das Lesen im Player. Vierfach ist das Minimum - besser ist 8x, das mit achtfacher Geschwindigkeit eine DVD brennt. State of the art und entsprechend teuer ist 16fache Brenngeschwindigkeit. Wichtig ist, dass auch die Rohlinge für die hohe Geschwindigkeit ausgelegt sind. Anderenfalls produziert der Brenner bei zu hohem Speed teuren Ausschuss.

Die 4,37 GByte einer normalen DVD reichen in der Regel für rund 90 Minuten Film in hoher Qualität. Wird der Film länger, muss man ihn auf zwei DVDs aufteilen oder in der Qualität Abstriche hinnehmen. Alternativ kommt die Dual-Layer-DVD zum Einsatz - häufig auch Double-Layer-DVD genannt. Die fasst knapp 8 GByte oder zwei bis drei Stunden Film. Bei der DVD aus der Videothek handelt es sich in der Regel um eine Dual-Layer-Scheibe. DVD-Player unter dem Fernseher können diese DVDs genauso gut lesen wie die DVD-Laufwerke im Computer. Zum Herstellen der doppelten Scheiben ist allerdings ein Dual-Layer-Brenner notwendig. Neu auf dem Markt: der GSA-4165B von LG, der zu einem empfohlenen Verkaufspreis von 99 Euro in den Läden steht und Dual Layer sowohl mit DVD+R wie auch mit DVD-R beherrscht. Noch sehr teuer sind die Medien. Für eine Dual Layer DVD+R sind mindestens 5 Euro zu berappen - Markenware, etwa von Verbatim kostet rund 7 Euro. Pro DVD! ((Quelle: http://www.isp-proshop.de/trade/productlist/132/))

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Aktualisiert am: 19.04.2010




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