Neue Kooperationen und Umstellungen in Geschäftsmodellen prägen die Netwatch September 2002 (Ausgabe 11/2002).
(12.07.02)
Auf neuen Wegen
Freenet.de hat eine Kooperation mit Mediaways vereinbart. Damit hat Freenet neben der Muttergesellschaft Mobilcom auch noch einen anderen Partner für Schmalband Verbindungen. Zusätzlich kann Freenet durch die Kooperation mit Mediaways seinen Kunden nun auch Internetverbindungen über T-DSL anbieten.
Freenet * www.freenet.de
(30.08.02)
Consors-gebühr
Der Onlinebroker Consors stellt sein Preismodell um. Ab sofort gibt es eine monatlich Grundgebühr von 1,95 Euro, die aber entfällt wenn der Kund einmal im Quartal mit Aktien handelt oder mehr als 2500 Euro auf seinem Consors Konto liegen hat. Zudem werden in Zukunft mindesten 9,95 Euro und maximal 69 Euro Gebühren für einen Aktienhandel fällig.
Consors * www.consors.de
(10.09.02)
Autoversand
Ebay Motors bietet in Zukunft einen Service an der Auto und Motorräder Deutschlandweit ausliefert. Abgewickelt wird der Transport von dem Nürnberger Logistikunternehmen Iloxx, mit dem Ebay auch schon in anderen Bereichen zusammenarbeitet. Iloxx bietet zudem auch einen Treuhandservice an. Die Kosten für den Transport der Fahrzeuge sind von der Strecke abhängig und betragen mindestens 139 Euro.
Ebay * www.ebay.de
(10.09.02)
Sicherheitskauf
Der Softwareriese Microsoft hat XDegrees aufgekauft. XDegrees ist ein junges Unternehmen, das sich auf Lösungen für den sicheren Informationsaustausch innerhalb von großen Unternehmen spezialisiert hat. Microsoft will mit dem Wissen der Softwareentwickler die Sicherheit seiner eigenen Produkte verbessern. Um die Zusammenarbeit zu erleichtern wird ein Team von XDegrees-Mitarbeitern nach Redmond, Washington, an den Hautsitz von Microsoft umsiedeln. Mitarbeiten sollen sie vor allem an den Storage-Lösungen von Microsoft. Was das Plus an Sicherheits-Know-How Microsoft gekostet hat wurde nicht verraten.
Micrsoft * www.microsoft.de
XDegrees * www.xdegrees.com
(22.08.02)
Regeltreue
Der finnische Webdesigner Marko Karppinen hat sich den Spaß erlaubt zu überprüfen ob sich die W3C Mitglieder an die von ihnen aufgestellten Regeln halten. Das World Wide Web Consortium W3C hat das Ziel zu Gunsten des Internets zu arbeiten. Ein Teil dieser Arbeit besteht darin Standards zu entwickeln die es ermöglichen Websites mit verschiedenen Softwareprodukten problemlos zu nutzen. Einer dieser Standards betrifft HTML. Auf die Einhaltung eben dieses HTML Standards hat Karppinen die Webseiten der W3C-Mitglieder mit Hilfe des W3C eigenen HTML Validators überprüft. Von den 454 erreichbaren Seiten erfüllten gerade einmal 21 oder 4,6 Prozent die geforderten Bedingungen. Im Februar als Marko Karppinen den Test zum erstenmal durchgeführt hat sah die Bilanz noch trauriger aus. Hier erfüllten nur 18 von 506 überprüften Seiten die Vorgaben. Das entspricht 3,7 Prozent. Es ist also Besserung in Sicht, wenn auch in weiter Ferne.
Marko Karppinen * www.markokarppinen.com
W3C * www.w3.org
(11.09.02)
Deutschland online
Wenn die Fernsehsender ermitteln wie viele der Deutschen online sind kommen sie zu verschiedenen Ergebnissen. Sevenone Interactive ein zu Pro 7 Sat 1 gehörender Werbeforscher kommt in seiner Studie in Zusammenarbeit mit Forsa zu dem Ergebnis das 50,0 Prozent der Deutschen das Internet nutzen. ARD und ZDF kommen bei ihrer Befragung für die Online-Studie 2002 nur auf 44 Prozent an Internet-Nutzern. ARD und ZDF haben etwas genauer nachgefragt und haben heraus gefunden, dass der Hauptgrund für steigende Nutzerzahlen im Internet mittlerweile der Konformitätsdruck in der Gesellschaft ist. So nutzen auch die meisten der Internetuser das World Wide Web nicht zum klassischen surfen, also sich im Netz treiben lassen, sondern wählen gezielt ihre Lieblingsseiten an. Innerhalb des Internets am häufigsten genutzt werden die E-Mails.
Sevenone Interactive * www. sevenoneinteractive.de
ARD * www.das-erste.de
ZDF * www.zdf.de
(28.08.02)
Vorbestellung
Die Icann hat Verisign, dem Verwalter sämtlicher .com, .net und .org Adressen, erlaubt Vorbestellungen auf bereits vergebene .com und .net Domains entgegen zu nehmen. Der Waiting-List-Service ist jedoch vorerst auf einen Probelauf für zwölf Monate beschränkt. verisign wird seinen Kunden anbieten sich für eine Domain vormerken zu lassen, mit der Garantie, dass er sie erhält sobald sie frei wird. Diese Eintragung ist mit einer jährlichen Gebühr verbunden die 24 US-Dollar betragen soll. Um den Bedenken der Konkurrenz Rechnung zu tragen hat die Icann jedoch strenge Regeln aufgestellt. So darf ein Domain erst nach einer Frist von sechs Monaten vergeben werden. Innerhalb dieser Frist hat der alte Domainbesitzer die Chance sich seine Domain zurück zu holen. Bei der Vergabe der Wartelistenplätze darf niemand bevorzugt oder benachteiligt werden. Verisign darf 60 Tage bevor die Registrierung einer Domain ausläuft keine Wartelisteneinträge mehr für diese Domain annehmen.. Damit soll verhindert werden, dass der Registrar seinen Wissensvorteil nutzt und sich freiwerdende Domains sichert. Zusätzlich muss der Inhaber einer Domain darüber informiert werden das ein Wartelisteneintrag für seine Domain vorgenommen worden ist, ohne jedoch bekannt zu geben wer auf der Warteliste steht.
Die Icann hat bestimmt, dass Verisign für genau zwölf Monate Reservierungen annehmen darf sodass die letzt Reservierung in zwei Jahren ausläuft. Zusätzlich soll ein Programm zur Datenerfassung helfen zu beurteilen ob das Wartelisten-Angebot den Anwendern nutzt oder schadet.
Verisign * www.verisign.com
Icann * www.icann.org
Verisign nach Deutschland - Trubel bei AOL
Netwatch Januar 2002 (Ausgabe 03/2002)
Netwatch Mai 2002 (Ausgabe 7/2002)
Ebay kauft Paypal und erlaubt Bieten per Telefon
Mozilla mit Popup-Killer, Metro zieht sich aus Primus online zurück
