Social Media: Der Kaffee-Tweet darf bleiben
Gerade tue ich es wieder. Ich kann es mir nicht verkneifen. Ich twittere, dass ich mir jetzt einen Espresso hole.
Für manch' einen Sozialmedien-Guru mag das eine große Sünde sein. Die Sünde der Irrelevanz, des Beliebigen, des Unnützen.
Nun, ich möchte es so ausdrücken: Das ist mir egal, aber sowas von egal. Ich twittere, was ich möchte. Wer es lesen möchte, bleibt dabei, wer nicht, verabschiedet sich. So ist Twitter.
Die Mär von der Quelle
Twitter ist, anders als gelegentlich kolportiert, keine Nachrichtenquelle. Abgesehen von einigen Ausnahmen wie der Notwasserung in New York sehe ich auf Twitter nichts, das nicht schon anderweitig veröffentlicht wäre.
Twitter ist Gezwitscher, fröhliches Geplapper in 140 Zeichen - mal wichtiger, mal weniger wichtig. Wenn ich auf einer Party bin, sage ich auch "Ich hole mir mal noch ein Wasser". Und niemand - so hoffe ich - wird mich aufhalten und mir sagen "Das war aber irrelevant".
Wenn sich jemand nicht für mich interessiert, geht er woanders hin. Bitteschön - im Leben wie in Twitter. Ich verkrafte das.
Ich möchte jedem Mut machen, genau das zu twittern, was er mag. Egal, ob das relevant ist oder nicht. Im sozialen Leben reden wir auch oft miteinander, ohne wirklich Relevantes auszutauschen. Oder ist "schönes Wetter heute" wirklich relevant?
Twittern Sie drauflos
Twittern Sie drauflos, wie Ihnen der Schnabel gewachsen ist. Nutzen Sie das Medium so, wie Sie möchten. Sie werden über die Zeit hinweg genau die Follower bekommen, die zu Ihnen passen und werden genau den Menschen folgen, die zu Ihnen passen. Sie werden Ihr Soziales Netzwerk aufbauen.





