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Im Urlaub erreichbar mit Handy und E-Mail

Ob weißer Strand oder Alpenglühen. Urlaub. Der Alltag ist so weit weg: Arbeit, Staus, Tour de France... Die Tour? Wie ist Ulle platziert? Schafft er es diesmal? Das erfahren Sie nur, wenn Sie irgendwo einen Internet-Anschluss oder einen Fernseher finden. Dieser 2004 in "Chip Inside" erschienene Artikel zeigt Ihnen, wo Sie suchen müssen und was Sie für den komplett kommunikativen Urlaub brauchen.

Ich will ins Internet - welche Hardware soll ich mit in den Urlaub nehmen?

Das ideale Gepäckstück für mobile Datenträger ist das Notebook. Möglichst klein und leicht sollte er sein -- schließlich müssen Sie ihn viel herumtragen. Das Notebook eignet sich nicht nur als Anschlussgerät für das Internet, sonder kann bei entsprechender Ausstattung auch Videos oder Musik abspielen.

Fast alle aktuellen Notebooks haben ein Modem eingebaut. Und genau dieses Modem werden Sie brauchen, wenn Sie vom Hotel aus online gehen. Nehmen Sie außerdem einen Satz Anschlusskabel für das Telefon mit. Denken Sie daran, dass nur die wenigsten Hotels außerhalb der Republik einen TAE-Stecker finden werden. Weitaus besser fahren Sie, wenn Sie ein Kabel mit RJ45-Stecker haben. Damit fahren Sie immer gut. Zur Not müssen Sie vor Ort noch einen Adapter nachkaufen.

Kleiner Trick: Ist im Hotel kein eigener Anschluss für das Modem vorgesehen, stecken Sie den RJ45-Stecker aus dem Telefon in Ihr Modem um. Schon klappt’s.

Hat das Hotel mehr zu bieten, als einen Telefonanschluss, beispielsweise ein WLAN, dann sollten Sie die entsprechende Ausstattung dabei haben. WLAN-Karten gibt es schon für kleines Geld. Und in Sachen Komfort und Geschwindigkeit ist ein WLAN-Internetanschluss dem Modem deutlich überlegen.

Informieren Sie sich am besten schon vor Reiseantritt, welche Verbindungen das Hotel anbietet.

Kann ich auch meinen PDA verwenden?

Klar. Mit dem Taschencomputer und Ihrem Handy können Sie mobil von überall aus das Internet erreichen. Nur sind meist auch die Preise horrend.

Erkundigen Sie sich unbedingt beim Provider im Urlaubsland, was die Online-Minute (bei WAP) oder das Datenpaket (bei GPRS) kosten. Den das Surfen über Funk kann die Urlaubskasse entscheidend schwächen. Das gleiche gilt für das schicke Smartphone, in dem Handy und PDA vereint sind.

Was tun, wenn ich keinen Strom bekomme?

Nicht alle Urlaubsländer haben die gleichen Steckdosen wie Ihr Haus. Aber das macht nichts: Im Elektrofachgeschäft vor Ort können Sie sich einen Adapter besorgen. Nehmen Sie dazu Ihr Notebook und das Stromkabel am besten mit und probieren Sie möglichst schon beim Händler aus, ob der Adapter funktioniert und Ihr Notebook Saft bekommt.

Welche Software brauche ich?

In der Regel brauchen Sie keine Extra-Software. Windows hat alles dabei. Falls Ihr Hotel ein WLAN hat, sollten Sie aber noch zu Hause prüfen, ob die Funknetzwerkkarte Ihres Notebook funktioniert und ob der Treiber richtig installiert ist. Um Überraschungen zu vermeiden, holen Sie den neuesten Treiber für die Karte aus dem Internet.

Und wenn Sie schon dabei sind: Gönnen Sie Ihrem Notebook das längst überfällige Windows-Update und einen Virenscanner. Dann fangen Sie sich im Urlaub keinen Virus ein.

Falls Sie mit AOL oder T-Online ins Internet gehen und die Zugangsprogramme dieser Anbieter nutzen, sollten Sie die jeweils aktuellen Versionen aus dem Netz holen und auf Ihrem Notebook installieren.

Am allerwichtigsten ist: Probieren Sie alles vorher zu Hause aus. Denn hier können Sie Fehler noch ohne großen Aufwand und mit geringen Kosten beheben.

Tipp: Denken Sie bei der Einwahl im Hotel an eventuell notwendige Vorwahlen. Oft muss eine 0 oder eine 9 vorgewählt werden. Damit die Telefonanlage genug Zeit hat, die Verbindung nach außen zu schalten, geben Sie nach der Vorwahl 0 noch ein Komma ein, also „0,1234“. Dieses Komma signalisiert dem Modem, einen kurzen Augenblick zu warten, bevor es weiter wählt.

Welche Nummer soll ich überhaupt wählen?

Das verrät Ihnen Ihr Provider. Als T-Online-Kunde sollten Sie sich einmal unter

http://www2.service.t-online.de/dyn/c/06/50/99/650994.html

umsehen. Dort steht alles, was Sie für den Zugang außerhalb der Republik brauchen. Als AOL-Kunde haben Sie es fast noch einfacher. Hier suchen Sie sich in der Software Ihren Einwahlknoten aus und legen los. Für kurzes Abrufen der E-Mail tut es zur Not aber auch der schnelle Anruf beim Provider zu Hause vom Hotel aus.

Wo finde ich Internet-Zugänge?

Falls Sie nicht gerade in Urwald, Wüste oder Arktis verreisen, ist die Antwort: Überall. Wo immer sich Zivilisation zeigt, gibt es zumindest ein Internet-Café. Dort können Sie sich, meist für kleines Geld, niederlassen, einen Kaffee trinken und die News aus der Heimat lesen.

Oder Sie begeben sich auf die Suche nach Hotspots. Das sind offen stehende Einwahlpunkte in Funknetzwerke. Um die zu finden, brauchen Sie nicht mit eingeschaltetem Notebook durch die Straßen Ihres Urlaubsorts kreuzen. Schneller geht’s mit einem Blick auf eine der Hotspot-Datenbanken wie

http://www.hotspot-locations.com/

und

http://www.wi-fihotspotlist.com

Übrigens: Einige Cafés bieten ebenfalls WLAN-Zugang an -- allerdings müssen Sie dort für die Benutzung zahlen.

Am einfachsten haben es natürlich die Mobilfunker. Einfach das Handy an Notebook oder PDA anschließen oder den WAP-Browser auf dem Handy öffnen und schon geht’s los. Wo Ihr Telefon einen Kontakt zum Funkmasten findet, geht’s auch ins Internet. Allerdings zu deftigen Preisen.

Wie bezahle ich die Online-Nutzung?

Das hängt ganz vom Einstiegspunkt ins Internet ab. Im Hotel auf Mallorca zum Beispiel steht ein Münzautomat neben dem PC. Dort einen Euro hineinwerfen und schon geht für 10 Minuten die Surf-Post ab. Das reicht zum Lesen der Mails und für den Wetterbericht.

Im Internet-Café zahlen Sie meist per Münzeinwurf oder holen sich an der Kasse eine Karte mit Chip oder aufgedrucktem Code. Ähnlich funktioniert es beim Hotspot: Hier bekommen Sie zum Beispiel ein Ticket mit einem darauf gedruckten Code. Anhand des Codes stellt die Zugangs-Software fest, wie lange Sie surfen dürfen.

An manchen öffentlichen Hotspots können Sie auch über Ihre Mobilfunkrechnung zahlen. Zum Beispiel am Hamburger Flughafen: Dort geben Sie Ihre Handy-Nummer ein, erhalten eine SMS, bestätigen die und können los surfen.

Tipp: Wenn Sie schon wissen, wohin es geht, erkundigen Sie sich vor der Abreise nach Internet-Cafés vor Ort. Geben Sie in Google den Suchbegriff „Internet Cafe“ oder „Internetcafe“ und den Ort ein. Vergleichen Sie die Preise. Denn die sind je nach Urlaubsort und Café sehr variabel. Beispiele gefällig? Ok: eine halbe Stunde in München, 1 Euro, eine Minute in Zürich, 0,25 Schweizer Franken, eine Stunde auf La Gomera 3,50 Euro.

Handy-Nutzer haben es besonders einfach bei der Abrechnung: Sie lassen sich im nächsten Monat von ihrer Rechnung überraschen.

Wie kann ich am günstigsten meine E-Mails abrufen und beantworten?

Der beste Ort für den gelegentlichen Blick auf die E-Mail ist ein Internet-Café. Sie müssen keinen Computer mitschleppen und die Online-Minute ist in den meisten Fällen günstiger als im Hotel. Und außerdem bleibt dann der Computer außerhalb Ihres Hotelzimmers -- schließlich wollen Sie ja auch ein wenig Urlaub machen.

Funktioniert mein Handy überall?

Das hängt vom Handy ab. Bei den meisten ist die Antwort: fast. Zwar kommen Sie mit Ihrem Handy in den meisten Teilen Europas prima zurecht. Aber in den USA hört der Spaß auf. Ausnahme: Die so genannten Triband-Handys können sich auch in US-Amerikanischen Funkzellen anmelden. Wenn’s aber zum Urlaub nach Mallorca geht, können Sie Ihr Handy getrost einstecken.

Bin ich denn im Ausland erreichbar?

Na klar. Aber nur, wenn Ihr Provider das erlaubt und das „Roaming“ freischaltet. Rufen Sie den Service Ihres Providers an und fragen Sie danach. Das schützt vor Überraschungen im Urlaub.

Kann mein Handy mit Prepaid-Karte roamen?

Das hängt von Ihrer Prepaid-Karte ab und von dem Land, in das Sie reisen. In einigen Ländern funktioniert das Roaming ohne Probleme, in anderen müssen Sie Ziffern-Codes eingeben, wählen, auf einen Rückruf warten und können erst dann sprechen -- ganz schön umständlich. Mit der Xtra-Karte von T-Mobile zum Beispiel können Sie aus Skandinavien, Griechenland Frankreich oder Spanien direkt anrufen. Für Großbritannien oder Ägypten müssen Sie auf einen Rückruf warten. Ähnlich ist das bei Callya von Vodafone. Free & Easy von E-Plus kommt ohne Rückruf aus, unterstützt aber weniger Länder.

Mehr Informationen und die Tarife der Prepaid-Anbieter für Roaming finden Sie unter

http://www.xonio.com/features/feature_10633828.html

Was sind Roaming-Kosten?

Roaming-Kosten sind in erster Linie eine Goldgrube für Mobilfunkanbieter. Das Telefonat aus dem Ausland nach Hause kostet richtig Geld: Ein Euro pro Minute ist nicht selten. Auch anrufen lassen nützt nichts. Denn ihr Mobilfunkanbieter leitet das Gespräch an den Anbieter in Ihrem Urlaubsort weiter - und das lässt er sich mit einem satten Aufschlag bezahlen.

Wie kann ich sparen?

* Am besten das Handy möglichst wenig und möglichst kurz benutzen. Die Alternative ist das gute alte Hoteltelefon. Dort kann man sich nämlich auch anrufen lassen. Und wenn der Anrufer eine günstige Vorwahl wählt, kommt er auch mit 2 Cent pro Minute nach Mallorca. Infos über Auslandstarife für das Festnetz bekommen Sie unter Teltarif.de.

* Die gute alte SMS nutzen. Für die kurze Meldung an die Daheimgebliebenen reicht die und ist in jedem Fall günstiger.

* Schalten Sie vor Reiseantritt am besten Ihren Handy-Anrufbeantworter ab. Denn der meldet sich immer, sobald Ihr Handy besetzt ist. Um das festzustellen, muss der Provider daheim aber erst einmal den Anruf ins Urlaubsland leiten. Sobald besetzt ist, geht der Anruf dann wieder zurück nach Hause auf die Mailbox. Das bedeutet: Doppelte Gebühren. Und wenn Sie dann noch anrufen, um die Mailbox abzufragen, wird der dritte Gebührensatz fällig.

* Wählen Sie manuell das beste Roaming-Netz im Ausland. Wählt das Handy automatisch, sucht es immer die stärkste Verbindung - aber nicht automatisch den billigsten Provider. Erkundigen Sie sich vor Reiseantritt im Internet nach den Roaming-Tarifen ihres Providers und seiner Roaming-Partner.

* Wenn Sie ein Handy mit Vertrag besitzen, besorgen Sie sich vor Ort eine Prepaid-Karte aus dem jeweiligen Urlaubsland. Aber Vorsicht: Falls Sie auch daheim ein Prepaid-Handy benutzen, kann es Probleme mit der fremden Karte geben, wenn das SIM-Lock nicht ausgeschaltet ist. Zur Not einfach ein altes Handy ohne SIM-Lock von Freunden leihen. Mit der Urlaubs-Prepaid-Karte können Sie dann halbwegs preiswert nach Hause telefonieren. Allerdings sind Sie dann auch unter einer anderen Nummer erreichbar.

Bei längeren Reisen in die USA lohnt es sich, nach günstigen Bundlings aus Handy und Prepaid-Karte zu suchen. So hat man das passende Handy und eine frisch geladenes Gebührenkonto.

* Telefonieren Sie abends. In den meisten Ländern wird es da günstiger.

Wie nehme ich meine Lieblingsmusik mit?

Am besten kopieren Sie die Musik von der CD auf die Festplatte Ihres PC. Von da geht es weiter auf einen MP3-Player, auf das MP3-fähige Handy oder den PDA.

Ein einfacher MP3-Player mit 256 MByte Speicher ist um die 100 Euro zu haben -- da passen je nach Qualität um die vier Stunden Musik drauf. Wer länger Musik hören will, muss auch mehr ausgeben. Spartipp: Einen Discman mit MP3-Fähigkeit gibt es schon für rund 50 Euro. Eine CD packt 700 MByte Musik -- und wenn das nicht reicht, brennen Sie einfach eine zweite.

Vergessen Sie nicht, Kopfhörer und Ersatzakkus mitzunehmen -- nicht, dass mitten am Strand der Sound ausgeht.

Wie verwandele ich meine Musik-CDs in MP3-Dateien?

Sie brauchen dazu einen sogenannten CD-Ripper, beispielsweise Cdex (http://www.cdex.n3.net/). Dieses Programm kopiert die Musik von der CD, rechnet sie in das Platz sparende MP3-Format um und speichert sie auf der Festplatte. Von dort aus brennen Sie entweder eine Daten-CD mit MP3-Files oder kopieren sie auf Ihren MP3-Player. Wie das geht, verrät Ihnen die Anleitung Ihres MP3-Players.

Allerdings gibt es ein dickes Problem: Viele aktuelle Audio-CDs sind mit einem Kopierschutz versehen. Einzelne Lieder von diesen Scheiben lassen sich nicht kopieren. Ärgerlich. Beste Gegenmaßnahme: Beim Kauf darauf achten, ob die CD einen Kopierschutz hat. Falls ja, bleibt die Silberscheibe im Regal liegen.

Kann ich die Musik auch mit meinem Notebook abspielen?

Aber sicher. Allerdings sieht ein Notebook am Gürtel nicht gerade schick aus. Anders gesagt: Falls Sie nur Abends im Hotel Musik hören wollen, stöpseln Sie die Kopfhörer einfach in den entsprechenden Ausgang am Notebook. Mit Programmen wie dem Windows Media Player können Sie dann Ihre MP3-Sammlung durchhören.

Welche Hardware brauche ich für das mobile Fernsehvergnügen?

Haben Sie Ihr Notebook dabei? Und hat das ein DVD-Laufwerk? Prima, dann steht dem Filmgenuss nichts im Weg und Sie können sich DVDs en masse ansehen.

Falls Sie mit dem Wohnmobil oder dem Wohnwagen im Urlaub sind, packen Sie eine Satellitenschüssel, einen Empfänger und ein TV-Gerät ein. Dann bekommen Sie -- zumindest in Europa - alle TV-Programme, die es auch daheim gibt.

Tipp: Wenn Sie in Deutschland unterwegs sind und in ein Gebiet mit digitalem TV kommen, holen Sie sich eine Stabantenne und einen Decoder für das Notebook. Das Zubehör bekommen Sie am besten vor Ort im Fachmarkt.

Welche Software brauche ich, um DVDs anzusehen?

Sie brauchen eine Abspiel-Software, die Film-DVDs liest. Denn Windows liefert zwar einen Media-Player, aber nicht das für das Anschauen von DVDs notwendige Codec. Falls Sie keine Abspiel-Software für DVD haben, holen Sie sich den Videolan Client von www.videolan.org. Nach dessen Installation steht dem DVD-Genuss nichts mehr im Wege.

Aktualisiert am: 08.06.2005


Ein Laptop mit in den Urlaub?
Ich habe bis jetzt immer nur ein usb-Stick gebraucht wo meine
Mailsoftware drauf ist und den ich dann im Internetcaffee
eingestepselt habe.Find ich besser als Webmail da oft nur langsame
Anschlüssse (kein DSL) zu verfügung stehen und dabei weniger Zeit
draufgeht zum Anzeigen der Seiten.
Mit dem Programm MailPeek das auch auf Diskette passen würde
(ca.250kb) geht`s halt.
Mfg tom-co
[Thoma | 15.07.2005]
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