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Jobsuche im Internet

Planen Sie den nächsten Karriereschritt? Dann ab ins Internet. Online-Jobbörsen wie Monster.de, Jobscout24 und Stepstone halten Tausende traumhafter Jobangebote bereit.

Wichtig: Diesen Artikel habe ich im Jahr 2005 geschrieben. Alle Angaben stammen aus diesem Jahr.

Eine gute Jobbörse hilft Ihnen, einen neuen Job zu finden. Sei es bei der Suche nach einer Aufstiegsmöglichkeit, dem Wiedereinstieg nach der Babypause oder bei der Jobsuche nach dem Umzug.

Sie wählen eine der Jobmaschinen im Internet an und suchen dort nach Branche oder Berufsbild in einer Region. Wird der Internet-Dienst fündig, erhalten Sie eine Liste der offenen Stellen. Sie müssen nur noch auswählen, welcher Job Sie anspricht und starten die Bewerbung. In den meisten Fällen funktioniert das komplett online per Mail oder Formular.

Und das Beste: Für Sie ist alles kostenlos. Die Kosten übernimmt Ihr künftiger Arbeitgeber. Der bezahlt die Jobbörse für das Veröffentlichen der Stellenanzeige. Und das nicht zu knapp: Vier Wochen Stellenanzeige bei Jobpilot kosten laut Liste 750 Euro.

Bevor Sie sich bewerben, sehen Sie sich bei dem Online-Job-Vermittler um. Monster.de bietet in einem umfangreichen Ratgeber-Teil wertvolle Tipps, etwa, wie viel Gehalt Sie verlangen können oder mit welchen Kniffen Sie das erste Telefoninterview gut überstehen.

Auf guten Jobvermittlungs-Sites finden Sie auch weiterführende rechtliche Ratschläge oder Foren, in denen Sie sich mit anderen Jobsuchenden und Experten austauschen.

Aber Achtung: Suchen Sie nicht von Ihrem Arbeitsplatz aus nach dem neuen Traumberuf. Denn hier kommt man Ihnen möglicherweise auf die Schliche. Log-Dateien aus dem Netzwerk verraten, welche Seiten Sie abgerufen haben. Die Jobsuche gehört also an den heimischen PC oder ins Internet-Cafe.

Daran erkennen Sie eine gute Jobbörse

Erstes Kriterium für eine gute Jobbörse ist die Anzahl der Anzeigen und der unterschiedlichen Sparten. Je geringer die Auswahl, desto geringer sind auch die Chancen auf einen neuen, tollen Job. In jedem Fall muss die Börse kostenlos sein. Außerdem sollte Sie ihnen alle Stellen anzeigen, ohne dass Sie sich vorher anmelden müssen. Schließlich hinterlassen Sie am Kiosk auch nicht Ihre persönlichen Daten, nur weil Sie eine Zeitung mit Stellen-Annoncen kaufen.

Achten Sie darauf, wie aktuell die Anzeigen sind. Neben den Anzeigen muss ein Datum stehen. Anderenfalls kann es passieren, dass Sie auf veraltete Annoncen antworten.

Die Suchfunktion sollte nicht nur nach Jobs, sondern auch nach Regionen suchen. Ideal ist eine Speicherfunktion für die Suchanfrage. Kommen auf die Anfrage passende Stellenanzeigen herein, erhalten Sie sofort eine E-Mail.

Bequem ist es, wenn Sie sich von der Jobbörse aus direkt beim Arbeitgeber bewerben können. Hierfür sollte der Internet-Dienst ein eigenes Bewerbungsformular bereit stellen. Darin tragen Sie persönliche Daten ein, schreiben einen kurzen Bewerbungstext und erzählen ein über Ihre speziellen Fähigkeiten, bevor Sie das Formular absenden. Je nach Online-Jobbörse müssen Sie sich vor der Bewerbung registrieren.

Natürlich sollten dann Bewerbungsdaten wie der Lebenslauf oder Ihr persönliches Profil speicherbar sein. Schließlich möchten Sie ja nicht jedes Mal alles neu abtippen.

Alternativen zur Jobbörse

Nicht immer ist der Gang zur Online-Jobbörse notwendig. Wer weiß, zu welcher Firma er möchte, sieht direkt auf deren Homepage nach. Pharma-Hersteller Novartis zum Beispiel hat ein eigenes Bewerbungssystem und bietet auf seiner Homepage eine Vorlage für Initiativ-Bewerbungen.

Weitere Anlaufstellen sind Consulting-Unternehmen und Headhunter. Die suchen für ihre Kunden hoch qualifizierte, neue Mitarbeiter. Wer in einer Führungsposition sitzt und sich verbessern möchte, ist hier an der richtigen Adresse. Adressen von Unternehmensberatern finden Sie unter http://www.rekruter.de/adressen/ und http://www.bewerben.de/beratung/headhunter.htm.

Soziale Netzwerke wie Xing sind als schnelle Jobvermittler weniger geeignet. Freiberufler finden hier jedoch Aufträge. Und wer sich ein paar Monate Zeit nimmt, sein Netz zu knüpfen, findet vielleicht auch einen neuen Job.

Vorsicht: unseriöse Vermittler

Vertrauen Sie aber nicht jedem Formular blind, das Sie zum Eingeben von Daten auffordert. Denn mit dem Ausfüllen der Daten geben Sie viel preis: Adresse, Alter, Familienstand, Fähigkeiten, Vorlieben - das sind wertvolle und leicht weiter zu verarbeitende Daten, falls sie in die falschen Hände geraten. Denn je höher Ihre Qualifikation, desto mehr ist der Lebenslauf für Vermittler wert. Und desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass Ihr Lebenslauf noch in ganz anderen Vermittler-Datenbanken landet. Dann bekommen Sie plötzlich Angebote für Lebens- oder Krankenversicherungen.

Bevor Sie sich per Formular bewerben, überzeugen Sie sich, dass Sie es mit einem seriösen Job-Vermittler und einem ebenso seriösen Arbeitgeber zu tun haben. Falls Sie die Firma nicht kennen, sehen Sie sich vor der Bewerbung dessen Homepage des Arbeitgebers gut an und überzeugen Sie sich, dass er der richtige für Sie ist.

Falls Sie eine Unternehmensberatung oder einen Headhunter kontaktieren wollen, sehen Sie zuvor beim Bundesverband Deutscher Unternehmensberater (BDU) e.V. nach. Die Adresse: http://www.bdu.de/. Mitglieder dieser Verbände müssen Gütekriterien erfüllen. Die "Berufsgrundsätze" der BDU fordern zum Beispiel fachliche Kompetenz, Seriosität und Vertraulichkeit. Das bedeutet aber nicht zwangsläufig, dass ein Berater unseriös ist, falls er dort nicht Mitglied ist. Im Zweifel greifen Sie zum Telefonhörer und verschaffen Sie sich einen persönlichen Eindruck, bevor Sie Ihre Unterlagen einschicken.

Lebenslauf hinterlegen

Stellenbörsen bieten noch einen zweiten Weg zum Job: Falls Sie sich nicht direkt auf einen Posten bewerben wollen, hinterlegen Sie Ihren Lebenslauf auf dem Job-Server. Interessiert sich ein Unternehmen für Sie, bekommen Sie ein Angebot.

Auch hier gilt: Überzeugen Sie sich, dass der Job-Vermittler seriös ist. Das Hinterlegen eines Lebenslaufs sollte auf jeden Fall kostenlos für den Bewerber sein. Verlangt der Jobvermittler Geld, lassen Sie die Finger davon.

Ob Sie den Lebenslauf auf Ihrer Homepage zum Download hinterlegen ist Abwägungssache. Natürlich ist es bequem, den Lebenslauf direkt per Link in die Mail einzubinden. Andererseits aber kann es passieren, dass unseriöse Vermittler Ihren Lebenslauf ohne Ihr Wissen in ihre Datenbank aufnehmen oder gegen Geld an ihre Kunden weitergeben.

Per E-Mail bewerben?

Viele Unternehmen akzeptieren auch Bewerbungen per E-Mail. Die Elektro-Post muss aber genau wie eine Papier-Bewerbung formale Voraussetzungen erfüllen. Los geht es bei der Mail-Adresse. Wer eine Bewerbung an webmaster@firmaxy.foo sendet oder an info@ kann davon ausgehen, dass sie nicht weit kommt. Denn die Mail landet erst einmal bei einer Person, die ihrerseits die Nachrichten weiter verteilt. Das ist ein zusätzliches Hindernis. Und außerdem macht es keinen guten Eindruck, wenn sich der Bewerber nicht einmal bequemt, den richtigen Ansprechpartner heraus zu finden.

Weiter geht's mit dem Betreff. Hier sollte das Stichwort "Bewerbung" stehen, möglichst auch die Stelle, um die es geht. Mehr als acht bis zehn Wörter darf der Betreff nicht haben, sonst verschwinden Teile davon in der Mail-Übersicht des Adressaten.

Der Mail-Text geht auf die angebotene Stelle ein. Wer Textbausteine verwendet, verliert wertvolle Punkte. Besser darstellen:

- warum Sie eine Stelle interessiert

- warum Sie sich für diesen Job qualifiziert fühlen

- wo Ihre besonderen Fähigkeiten liegen

- was Sie bisher gemacht haben

Formulieren Sie die Mail knapp, ohne Floskeln und Umschweife, bleiben Sie aber höflich. Das bedeutet: Nicht duzen, und kein "hey, hier kommt der, auf den Sie gewartet haben".

Wie Sie die Mail optisch aufbereiten, hängt vom künftigen Arbeitgeber ab. Handelt es sich um eine Werbeagentur oder Mediengestalter, darf es schon ein wenig HTML in der Mail sein. Ein schickes, auf den Empfänger abgestimmtes Design macht sicher Eindruck.

Im Zweifelsfall allerdings gilt: Das schlichte Textformat ist besser. Denn das können alle Empfänger lesen. Für eine einfache Bewerbungsmail reicht das allemal.

Auch bei der Frage, ob Sie Ihren Lebenslauf gleich mit anhängen, gilt ein: Das hängt davon ab. Bei Hightech-Unternehmen ist das kein Problem. Der Anhang muss zuverlässig lesbar sein - eine Word-Datei oder ein PDF sind ideal. Achten Sie aber auf die Größe. Die Obergrenze liegt bei etwa einem MByte.

Die Initiativbewerbung

Es liegt kein Stellenangebot vor, aber Sie möchten sich dennoch bei einem Unternehmen bewerben? Dann starten Sie eine Initiativbewerbung. Per E-Mail sind die aber nur dann aussichtsreich, wenn sie

- direkt an den richtigen Adressaten gehen

- auf das Unternehmen abgestimmt sind

- kurz und aussagekräftig sind

Recherchieren Sie zunächst genau, womit sich die Firma beschäftigt und welche Produkte oder Dienste sie anbietet. Der beste Platz für so eine Recherche ist das Internet. Suchen Sie bei Google nach dem Unternehmen, wählen Sie Brancheninformationsdienste an und recherchieren Sie dort über die Firma. Und vergessen Sie nicht, auf der Homepage des Unternehmens nachzusehen, was die Firma treibt. Tipp: aktuelle Informationen gibt es in der Presserubrik einer Homepage. Bei größeren Firmen lohnt sich auch der Blick in die Wirtschaftspresse und Branchenblätter.

Kaum Chance haben vorgefertigte Bewerbungs-Mails, die blindlings verschickt werden. Diese Mails landen oft nicht einmal beim richtigen Arbeitgeber und sind für den Empfänger eher lästig als hilfreich.

 

 

Empfehlenswerte Jobbörsen

Stepstone * www.stepstone.de

Stepstone bietet viele Stellenanzeigen, die sich sortiert nach Branche, Region und Anstellungsart durchsuchen lassen. Der Jobagent schickt automatisch zur Suche passende neue Angebote per Mail an Sie. Auch wer Praktika oder einen Ausbildungsplatz sucht, wird hier in einer eigenen Rubik fündig.

 

Jobscout 24 * www.jobscout24.de

Jobscout bietet eine übersichtliche Suchfunktion, unterteilt nach Region und 15 Branchen. Haben Sie eine passende Stelle gefunden, können Sie Ihre Bewerbung direkt online abgeben. Bewerber finden Informationen zu Karriereplanung und Bewerbung. Diese Ratgeber sind jedoch zum Teil kostenpflichtig.

 

Monster * www.monster.de

Monster.de und das von Monster.de aufgekaufte Jobpilot.de bietet den Bewerbern viel Service. Bis zu fünf Lebensläufe und Anschreiben lassen sich parallel speichern. Der Suchassistent leitet passende Stellenangebote per Mail an Sie weiterleitet. Der Clou: Im Assistenten lassen sich mehrere Suchanfragen parallel speichern. Daneben bietet Monster. de branchenspezifische News und Tipps zu Bewerbungen und Karriere.

 

Jobware * www.jobware.de

Bei Jobware suchen Sie den passenden Job nicht nur nach Bundesland unterteilt, sondern grenzen das Suchgebiet anhand der Postleitzahl noch weiter ein. Unter Karriere-Coaching finden Sie Checklisten für die Bewerbung. Überprüfen Sie hier, ob Ihre Unterlagen vollständig oder Ihre Gehaltsvorstellungen realistisch sind.

Mehr dazu:

Aktualisiert am: 09.10.2009




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