Ich habe gerade "Eisenbahnromantik" gesehen mit einem Bericht über Modelleisenbahnen auf der Spielwarenmesse 2012.
>>> Siehe auch: Schutzverletzung: Die Geschichte der Textbausteine (WIN 4/98).
Was ist aus den Firmen geworden ist, die ich in meiner Jugend noch kannte. Rocco und Fleischmann gehören wohl zusammen, LGB ist bei Märklin untergekommen, Märklin war insolvent und fängt sich gerade wieder.
Trix hab ich noch nicht geguckt und Arnold (Spur N!) ist über den Umweg Rivarossi jetzt bei irgend einer Firma gelandet, die in China produziert. (Ah, Trix gehört auch Märklin...).
>>> Mehr: Microsoft-Spot warnt vor Google-Anwendungen in Unternehmen.
Kibri, Faller, Preisser - das waren Markennamen, die mir damals so geläufig waren wie es heute Apple, Microsoft oder Google sind. Kibri ist auch insolvent. Schade.
Erste Pressekonferenz
Meine erste Pressekonferenz überhaupt war bei Märklin in Göppingen. Damals bin ich - gerade 19 Jahre alt - für meinen Vater auf die Veranstaltung gefahren.
Allein unter Männern, die so alt waren, wie ich heute bin. Und die davon schwärmten, wie ihnen beim Arbeiten unter ihrer Modellbahnanlage das Lötzinn ins Auge getropft war.
Einer der Lötzinn-Männer bot mir damals gleich einen Job in Nürnberg an. Ich hätte dort Verlagskaufmann werden können nach dem Abitur. So schmeichelhaft das war - bin froh, dass ich das nicht gemacht habe.
>>> Weiterlesen: Intelligente Werbung? Strohdumm!.
Mein Vater hat damals für eine Händlerzeitschrift gearbeitet. Jeden Monat bekam er neue Modelle, der Keller war voll davon. Er fotografierte sie, entwickelte die Bilder selbst - oder schickte sie zur Firma Wolf nach Fürth, um die Farbbilder vergrößern zu lassen.
Die Modelle waren klasse, ich wollte die auch. Und Schreiben und Fotografieren wollte ich sowieso.
Doch irgendwann kam etwas noch viel spannenderes als Modell-Eisenbahn. Es hatte acht Bit, 64k Speicher und eine Floppy-Disk. Vorbei war es mit der Modell-Eisenbahn. Geblieben ist mir die Freude am Schreiben. Das ist ja auch etwas.
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