Eindrücke von der Schnitt- und Montage-Schulung bei der Filmwerkstatt München

Keine Produktion, dennoch ein paar Notizen wert ist die Montageschulung der Filmwerkstatt in München. Ich war am Wochenende um den 20. November 2011 dort und bin sehr angetan.

Das Ambiente auf dem Bavaria-Filmgelände ist schon einmal klasse. Und Regisseur Markus Bräutigam brachte genau die Mischung aus Kompetenz und Laissez faire mit, die eine konstruktive und lehrreiche Schulung ausmachen.

Keine Regeln

Je weiter ich in das Metier Film einsteige, desto diffuser werden alle Regeln, die man am Anfang zu hören bekommt. Niemals eine Totale auf eine Große schneiden? Blödsinn, einfach mal „Spiel mir das Lied vom Tod“ gucken und lernen. Keine Schnitte in die Bewegung? Bullshit. 

Und so weiter.

Wer also klare Regeln auf der Montageschulung erwartet, geht leer aus. Das ist auch gut so, denn diese Regeln können wir uns auch anlesen, ausprobieren, verwerfen.

Der Montage annähern

Für das Wochenende haben wir uns so an die Montage angenähert: Die Montage ist der konzeptionelle Überbau über den eher technischen Schnitt. Bislang sind mir Montage und Schnitt eher synonym begegnet. Aber der Ansatz gefällt mir und erleichtert das Verstehen.

Es ging also weniger darum, wie man zwei Clips aneinander pappt, sondern darum, wie man noch in der Montage aus den Einstellungen, Sequenzen und Szenen eine Geschichte bauen kann.

Das kam prima herüber.

Im Gedächtnis geblieben ist mir ein Satz, der sinngemäß so lautet:

„Was auf dem Schneidetisch liegt, ist die Wahrheit.“

Das merke ich immer wieder bei meinen Doku-Projekten. Ich muss damit umgehen, was ich habe. Und das geht nach diesem Wochenende sicher besser, nachdem ich neue Sichtweisen und jede Menge neuer Tipps mit an die Hand bekommen habe.

Drumherum

Was bei Schulungen auch nicht ganz unwichtig ist: Das Drumherum hat gestimmt. Es gab immer Getränke, vormittags Obst, nachmittags Kekse, zu Mittag wurde beim Chinesen oder Italiener bestellt. Und die Parkplätze waren vor der Tür. Passt 🙂

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