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Netwatch April 2002 (Ausgabe 6/2002)

(15.04.02)

Neue Mitglieder für die Denic

Die Denic lockert die Aufnahmebedingungen für neue Mitglieder. Zukünftig darf mitmachen, wer Domains verwaltet, technisch kompetent und finanziell stabil ist.

Denic * www.denic.de/

(21.03.02)

ebay zum Festpreis

Bei Ebay kann man in Zukunft auch Waren zum Festpreis verkaufen. Das Angebot funktioniert wie der bereits eingeführte Sofortkaufen-Button, allerdings ohne Auktion.

Ebay * www.ebay.de/

(16.04.02)

Nullen Online

Wofür die Bundesrepublik Deutschland ihren Etat von 247.500.000.000 Euro ausgibt, steht jetzt im bei Makrolog im Internet. Zugriff haben kostenlos registrierte Nutzer.

Recht für Deutschland * www.recht.makrolog.de/

(04.04.02)

Kostenlose Auktionen

Richbid bietet bis Juni kostenlose Onlineauktionen. Später sollen Extras, wie zusätzliche Bilder, kostenpflichtig werden und bei erfolgreichem Verkauf eine Provision anfallen.

Richbid * www.richbid.de/

(17.04.02)

Google vor Gericht

Die Suchmaschine Google steht gleich zweifach unter Beschuss. Overture wirft Google vor, Patentrechte zu verletzen. Overture setzt auf ein Geschäftsmodell, bei dem Unternehmen bezahlen müssen wenn sie gefunden werden wollen. Je mehr ein Seiteninhaber zahlt, desto weiter vorne taucht seine Seite in den Suchergebnissen auf. Das Unternehmen hat sich 67 Arten dieses bezahlten Rankings patentieren lassen. Stein des Anstoßes: Google bietet an, dass Internetadressen gegen Bezahlung bei bestimmten Stichwörtern in besonders markierten Feldern neben den Suchergebnissen auftauchen. Die Auftraggeber zahlen für jeden Klick auf ihren Link.

Ärger hat Google auch mit der Deutschen Bahn. Grund: Im Archiv von Google waren Anleitungen zur Bahnsabotage zu finden. Die Bahn hatte sich vor einem Niederländischen Gericht gegen die Internetseiten des Magazins "Radikal" durchgesetzt, von denen die Anleitungen stammen. Diese Seiten sind zwar mittlerweile vom Netz, aber noch bei Google archiviert.

Google * www.google.de/

Overture * www.overture.com/

Deutsche Bahn * www.bahn.de/

(09.04.02)

Fireball noch da

Die Gerüchte um die Auflösung der Suchmaschine Fireball sind falsch. Mutterkonzern Lycos löst zwar Betreibergesellschaft von Fireball auf. Aber die Suchmaschine selbst wird mit einer neuen Suchtechnologie weiter bestehen. Von den 14 Fireball Mitarbeitern wird Lycos zwölf übernehmen. Die neue Technologie soll die Suche schneller machen. Zusätzlich sollen die Suchergebnisse leichter zu lesen sein. Dazu wird nur noch der beste Treffer pro Site aufgeführt wird. Das reduziert die Anzahl der angezeigten Fundstellen und bringt mehr Klarheit.

Fireball * www.fireball.de/

Lycos * www.lycos.de/

(16.04.02)

Flohmarkt Amazon

Onlinehändler Amazon hat einen Marktplatz für gebrauchte Artikel eingerichtet. Über diesen Marktplatz dürfen Amazon-Kunden Bücher, CDs und andere Waren anbieten. Bedingung für das Angebot ist, dass die Artikel auch im regulären Amazon-Angebot zu finden sind. In den USA hat dieser Service bereits Proteste bei der Autorenvereinigung »Authors Guild« ausgelöst. Die Autoren befürchten Ausfälle von Tantiemen, die beim Verkauf gebrauchter Bücher nicht fällig werden. Auch mit den deutschen Kleinverlegern hat Amazon Probleme. Der Web-Site-Verlag wirft dem Unternehmen vor, einseitig seine Margen erhöhen zu wollen. Hauptkritikpunkt des Verlages ist, dass Amazon trotz des verlangten Nachlasses keine höheren Stückzahlen ordert, sondern nur einzelne Kundenbestellungen weitergibt.

Amazon * www.amazon.de/

Authors Guild * www.authorsguild.org

Web-Site-Verlag * www.web-site-verlag.de

(10.04.02)

Web.de und das Telefon

Web.de bietet seinen Kunden zwei neue Dienstleistungen rund ums Telefon. Web.de-Nutzer dürfen untereinander anonym telefonieren. Das funktioniert so: Die Telefonierer wählen den Flüstermodus im Chat von Web.de und bekommen dann jeweils eine Telefonnummer, die sie für 62 Cent pro Minute anrufen. Danach steht dem anonymen Flüstern keine Tastaur mehr im Wege. Der Vorteil laut Web.de ist eben jene Anonymität: Keine der Parteien kennt die Telefonnummer des anderen.

Der zweite neue Service: Der Versender einer via Web.de verschickten SMS kann seine eigene Rufnummer als Absendekennung einfügen. Um Missbrauch zu vermeiden, muss bei Web.de die eigene Handynummer hinterlegt sein. Per SMS kommt dann ein Schlüssel, der die Nummer als Absenderkennung freischaltet.

Web.de * www.web.de/

(12.04.02)

Überraschungskoffer

Ricardo versteigert einmal im Monat Fundkoffer von deutschen Flughäfen. Der Inhalt bleibt vor dem Kauf allerdings unbekannt, da die Koffer nur vom Zoll geöffnet und geprüft werden.

Ricardo * www.ricardo.de

(14.04.02)

Der Fisch ist vom Haken

Das Expertenportal Clickfish ist im Internet nicht mehr verfügbar. Bereits im Januar hatten die Wissensmakler Insolvenz angemeldet, an denen auch Holtzbrinck-Tochter networxs beteiligt ist.

Networxs * www.holtzbrinck-networxs.com/

(21.04.02)

Otto TV

Der Otto-Versand hat einen neuen Shoppingkanal im Internet eröffnet. Hier werden Mode und High Tech im Video vorgestellt und können dann per Internet geordert werden.

Otto TV * www.otto.tv

(18.04.02)

TMP kauft Jobs.com

Der Online Jobvermittler TMP hat die Domain und die Markenrechte an Jobs.com gekauft. Zu TMP gehört auch Monster.com. Kostenpunkt der URL: 800.000 US Dollar.

TMP * www.tmp.com

(26.03.02)

Geldbeutel unter der Lupe

Für welche Inhalte Internet-Nutzer zahlen, untersuchen zwei Studien von Emnid und Forsa. Laut Emnid sind die Tageszeitungen den Usern am ehesten eine Gebühr wert. Bei Paarvergleichen mit Suchmaschinen, Auto-Konfiguratoren und Erotikangeboten hatten die Zeitungen jeweils die Nase vorn. Knapp wurde es nur bei den Suchmaschinen, hier wollten 49 Prozent für die Suche im Internet zahlen. Auch bei Forsa lagen die aktuellen Nachrichten mit 58 Prozent Zahlungswilligen gut im Rennen.

Forsa hatte bei ihrer Studie die 39 Prozent der Zahlungswilligen befragt, wofür sie zahlen würden. Am besten kamen hierbei Unterhaltungsmedien wie Musik, Spiele und Filme weg, für die 61 Prozent in die Tasche greifen würden. Archivmaterial würden sich 60 Prozent etwas kosten lassen. Weniger gut kamen Premium-E-Mail-Dienste und Online-Organizer an. Hierfür wollen nur 44 Prozent zahlen.

Neben dem »wofür« hat Emnid auch nach dem »wie« gefragt. Ergebnis: Abos sind am beliebtesten, allerdings nur dann, wenn sie unbegrenzt sind. Pay-per-Click liegt an zweiter Stelle. Die wenigsten Internet-Anwender würden sich für das Abo einer bestimmten Rubrik entscheiden. Das Ergebnis sieht in allen Bereichen in etwa gleich aus, nur bei den Auto-Konfiguratoren hatte das Pay-per-Click Verfahren mit 33 Prozent die Nase knapp vor dem unbegrenzten Abo mit 31 Prozent.

Emnid * www.emnid.tnsofres.com

Forsa * www.forsa.de

(19.03.02)

»Der eOscar geht an«

Intershop hat den eOscar an die erfolgreichsten Projekte seiner Kunden verliehen. Den Preis für die Kategorie »Best B2C Solution« erhielten der Otto Versand und BOL gemeinsam. Überzeugt haben die Jury die Konzepte der beiden Unternehmen, mit den Kunden zu kommunizieren. Am besten mit anderen Unternehmen handelt nach Ansicht der Jury Hewlett-Packard mit ePrime. Die Kategorie »Best Procurement Solution« für die beste Beschaffungslösung gewann das Bundesministerium des Inneren für »Öffentlicher Eink@uf Online«. Einen »eOscar Special Award« gab es für die Internet-Verkaufsangebote des FIFA World Cup die von der Ubis AG realisiert wurden. Die Preisverleihung fand dieses Jahr zum vierten Mal statt.

Intershop * www.intershop.de

Otto-Versand * www.otto.de

BOL * www.bol.de

(16.04.02)

Falsche Bilanzen bei Phenomedia

Das Software Unternehmen Phenomedia steht unter dem Verdacht, gefälschte Bilanzen veröffentlicht zu haben. Der Hersteller der Moorhuhn-Jagd hat eine Sonderprüfung veranlasst. Bei dem Quartalsabschluss zum 30.09.2001 und dem Entwurf des Jahresabschlusses zum 31.12.2001besteht laut einer Unternehmensmitteilung der Verdacht, dass sie falsch sind. Als erste Reaktion auf den Verdacht müssen Vorstandsvorsitzende Markus Scheer und Finanzchef Björn Denhard gehen.

Phenomedia * www.phenomedia.de

(12.04.02)

Weniger Jobs für IT-Profis

Jobvermittler Adecco/EMC hat zusammen mit der Computerwoche die Stellenmärkte für IT-Profis unter die Lupe genommen. Dabei zeigt sich ein dramatischer Rückgang der Stellenangebote im Vergleich zum Vorjahr. Insgesamt schrumpft das Angebot von 28.820 auf 8.528 Arbeitsplätze. Besonders hart hat es die Telekommunikationsbranche und die E-Commerce Experten getroffen. In beiden Bereichen ist nur noch ein Zehntel des Angebots vom Vorjahr vorhanden.

Adecco * www.adecco.de

(19.04.02)

Lebenszeichen vom Gecko

Die neue Zugangssoftware Version 7.0 von Compuserve beruht erstmals auf einem Gecko-Browser. Der zum AOL Konzern gehörige Internetprovider Compuserve hat mit der neuen Software erstmals nicht mehr den Internet Explorer von Microsoft ausgeliefert. Gecko ist eine Weiterentwicklung des Netscape Browsers. Netscape gehört ebenfalls AOL.

Ein weiteres Derivat des Netscape-Browsers ist die neu veröffentlichte Version 1.0 von Mozilla. Die Version wird noch als Release Candidate bezeichnet – nach den vielen Beta-Versionen ist aber schon das ein riesiger Fortschritt.

Mozilla * www.mozilla.org

Compuserve * www.compuserve.com

(19.04.02)

Suchexperten bei Google

Bei Google Answers suchen Experten gegen Gebühr die Antwort auf Userfragen. Google testet in den USA den Service, um die Unternehmenskassen aufzubessern. Wer eine Antwort auf seine Frage haben möchte, muss einen Account bei Google einrichten und seine Kreditkartennummer hinterlegen. Er kann dann seine Frage stellen und angeben, welche Summe zwischen vier und 50 US-Dollar er bereit ist, für die Antwort zu zahlen. Die Frage wird dann von einem der Suchexperten beantwortet. Ist der Frager mit der Antwort unzufrieden kann er sie noch einmal stellen und erhält, falls er wieder unzufrieden ist, sein Geld zurück. Lediglich eine eine Gebühr von 50 Cent bleibt bei Google.

Google sucht seine Experten über das Internet. Wer mitmachen möchte, meldet sich bei Google mit einem kurzen Text, warum er Suchexperte werden möchte. Außerdem muss er fünf Testfragen beantworten. Später wird er von den Nutzern des Services nach einem Sternesystem für seine Antworten beurteilt. Die Antworten werden zusätzlich in einem Forum gepostet und können von anderen Mitgliedern kommentiert werden. Die Suchexperten erhalten für ihre Antwort 75 Prozent des gebotenen Betrags, der Rest geht an die Suchmaschine.

Google * www.google.com

(18.04.02)

Ich will Kekse!

Die EU diskutiert über die Zustimmungspflicht für Cookies. Der »Ausschuss für Freiheiten und Rechte der Bürger, Justiz und innere Angelegenheiten« hat sich dafür ausgesprochen, dass Internetseitenbetreiber Cookies auf die Festplatte installieren dürfen, ohne den Anwender vorher um Erlaubnis zu fragen. Die Anwender sollen aber auf Wunsch konkrete Informationen über die Cookies erhalten. Damit widerspricht der Ausschuss den Vorstellungen des Europarates. Der hatte vor etwa zwei Jahren eine Opt-In Regelung gefordert. Das heißt, Seitenbetreiber dürften nur dann Cookies installieren, wenn der Surfer dem zugestimmt hat. Vor allem kommerzielle Webseiten haben dieser Regelung heftig widersprochen. Ohne Cookies seien keine Personalisierung und keine digitalen Warenkörbe ohne Kennwortabfrage möglich. Gefährdet von Opt-In sind auch Cookies, die den Erfolg von Werbekampagnen überprüfen oder Benutzerprofile zusammenstellen. Denn solchen Spähaktionen würden nur wenige Surfer zustimmen. Eine Abstimmung zu den digitalen Keksen soll im Mai im Europaparlament stattfinden.

EU * europa.eu.int

(19.04.02)

Big Brother Awards in den USA

Die Menschenrechtsorganisation Privacy International hat die größten Gegner des Datenschutzes ausgezeichnet. Der Preis für den »schlechtesten Regierungsbeamten« ging an den US Generalstaatsanwalt John Ashcroft. Als Begründung nannte die Jury die Ausweitung der Abhörmaßnahmen und die Verhaftung von 1.200 Personen ohne Anklage. Ein weiterer Preis ging an Larry Ellison von Oracle wegen seiner Unterstützung des Aufbaus einer landsweiten Regierungsdatenbank für einen Personalausweis. Als »Most Invasive Project«, deutsch etwa »am stärksten die Privatsphäre verletzendes Projekt», wurde das Computer Assisted Passenger Pre-Screening Projekt ausgezeichnet. Das wurde im Zuge der Maßnahmen nach dem 11.September entwickelt, um Flugpassagiere vor dem Abflug zu überprüfen. Die Jury bestand aus Anwälten, Menschenrechtsvertretern, Akademikern und Journalisten. Die Geehrten erhalten als Preis die Skulptur eines Stiefels der einen menschlichen Kopf nieder drückt.

Privacy International * www.privacyinternational.org

(16.04.02)

.Net wird mobil

Microsoft hat die Beta Version des.Net Compact Frameworks veröffentlicht. Damit sollen Programmierer Anwendungen entwickeln für Windows CE und auf Windows CE.Net basierende PDAs oder Handys. Die Beta-Version des Miniatur-Frameworks kann auf der Microsoft Homepage herunter geladen werden.

Gleichzeitig muss Microsoft nach Berichten der New York Times das .Net Projekt »My Services« einstellen, das neben E-Mails auch Termine und Adressen verwalten sollte. Das Projekt wurde angeblich aus Mangel an Partnern aufgegeben.

Microsoft * www.microsoft.de

(28.03.02)

Kazaa unschuldig

Kazaa ist nicht für den Missbrauch seiner Software verantwortlich. Zu diesem Urteil kommt ein niederländisches Berufungsgericht. Kazaa ist mit seiner Dateitausch-Software bekannt geworden und mittlerweile an das australische Unternehmen Sharman Networks verkauft. Der Verkauf war eine Reaktion auf ein erstes Urteil im November. Damals hat die Musikrechte-Verwertungsgesellschaft Buma Strema den Prozess um die Verantwortung für Raubkopien in erster Instanz gewonnen. Die Buma Strema will nun prüfen, ob man den Prozess bis zum obersten Gericht weiter verfolgen möchte.

Kazaa * www.kazaa.com

(15.04.02)

Satt an .de

Nur noch 80.000 bis 90.000 .de Adressen werden pro Monat zugelassen. Diese Zahlen bleiben laut einem Bericht der Financial Times Deutschland seit einem halben Jahr stabil. Vor zwei Jahren lag die Zahl der monatlichen Neuzulassungen noch bei 230.000. Klaus Herzig, der Pressesprecher der Denic spricht gegenüber der FTD von einem Sättigungseffekt, der in ganz Europa zu spüren ist. Insgesamt sind 5,5 Millionen Domains bei der Denic registriert. Die meisten davon sind in Privatbesitz. Auf Wirtschaft, Behörden und Organisationen fallen nur etwa 0,5 Prozent der Internetadressen.

Denic * www.denic.de

Financial Times Deutschland * www.ftd.de

Aktualisiert am: 07.09.2005



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