Ein erster Hauch von Frühling ließ mich an diesem Februar-Tag meinen Renner aus dem Wintergarten holen. 60 Kilometer habe ich mir vorgenommen - die erweiterte Feierabendrunde aus dem Sommer. Doch das einzige, womit bald Feierabend war, waren meine Ausdauer und die Kraft.
Zwar schien die Sonne und die Luft war mild. Aber schon nach wenigen Kilometern stand ein strammer Südwind an - kein Wunder, bei einer Fön-Wetterlage. Und natürlich musste ich auch noch die Route fahren, auf der zwei Buckel im Weg standen. Im Sommer sind beide kein Problem. Aber heute war schon der erste Hügel mein Ende. Kette ganz links (naja, fast - das größte Ritzel bleibt wirklichen Bergen vorbehalten) bin ich den Hügel hinaufgekrochen. Es hat nur noch gefehlt, dass mich ein paar Winterspaziergänger überholen und mir freundlich zuwinken.
Nach einer kurzen Passage mit Rückenwind hatte ich mich ein wenig erholt bis ich nochmal rund zehn Kilometer fleißig gegen den Wind arbeiten musste. Wie es schien, hatte der inzwischen auf Südost gedreht. In jedem Fall hatte ich bestimmt 40 von 60 Kilometern wechselweise Gegenwind oder Steigungen. (Zum Thema Rennradler-Latein folgt bald mal ein eigener Beitrag ;-) .)
Wie gesagt: im Sommer kein Problem. Aber mit den paar Trainingseinheiten, die ich in diesem Jahr auf dem Rad verbracht habe, kam mir das vor, wie ein Radmarathon.
Dennoch: der Start ist gemacht. Jetzt noch zwei oder drei Mal auf's Rad, wenn es das Wetter erlaubt, und dann kommt schon Mallorca.
Danach machen mir Wind und Berge auch nichts mehr aus ;-)
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