Spam bekämpfen mit SpamAssassin
Mit Suse Linux und Spamassassin bauen Sie einen Schutz gegen Spam auf. Das Filterprogramm erkennt Spam und kennzeichnet ihn. Ganz nebenbei lässt sich bei dieser Gelegenheit auch noch ein Virenschutz für E-Mail implementieren.
Spammer machen jedem Admin das Leben schwer. Die Mails verstopfen den Posteingang, verschwenden Speicher und – schlecht für den Arbeitgeber – kosten Zeit. Denn im morgendlichen Spam-Wust die wirklich relevanten Mails herauszufischen und den Müll zu löschen, kostet leicht eine Viertelstunde. Das summiert sich.
Diesen Aufwand zu reduzieren, treten Spam-Filter an. Die gibt es in zwei Varianten: Einer sitzt auf einem Server und untersucht alle eingehenden Mails, der andere arbeitet auf dem Client und forscht nochmals in den Mails für den User nach Spam.
Ideal ist, wenn man beide Verfahren kombiniert: Auf dem Server sitzt der erste Filter, der schon einmal das Gröbste aus dem Weg räumt. Dann hat noch jeder Nutzer einen Client mit Junk-Mail-Erkennung. Und der erledigt den Rest. So kommen vielleicht noch drei oder vier Werbemails am Tag durch – und das lässt sich verkraften.
Ein idealer Kandidat für Spam-Filterung auf dem Server ist der Spamassassin. Das Open-Source-Programm durchsucht ankommende Mails auf typische Spam-Merkmale. Dazu gehören verschleierte Absendeadressen oder typische Spam-Begriffe aus Medizin, Handel und Pornografie. Auf Wunsch gleicht Spamassassin eingehende Nachrichten mit Listen von Domains ab, die für Spam-Versand bekannt sind. Außerdem nimmt der Assassine Kontakt zu Spam-Datenbanken wie Razor auf und erkennt Spam anhand der dort gespeicherten Signaturen.
Spamassassin selbst basiert auf einem Satz von Regeln, die als Reguläre Ausdrücke definiert sind. Trifft eine Regel zu, erhält eine Mail die einer Regel zugeordnete Punktzahl. Treffen mehrere Regeln zu, erhöht sich diese Punktzahl. Sobald ein Grenzwert überschritten ist, gilt die Mail als Spam.
Das Gute am Spamassassin: Sie dürfen auch eigene Regeln schreiben. Das hilft, flexibel auf neue Ideen der Spammer zu reagieren. Um eigene Regeln zu schreiben, braucht man allerdings grundlegende Kenntnisse der Regex-Syntax von Perl.
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