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Special FX und Previsualization im Film

Fliegende LKW, mystische Lichter, mysteriöse dreibeinige Wesen und allenthalben groß aufgerissene Augen sind das Rezept des Regie-Genies Spielberg in seinem neuen Reißer: Krieg der Welten. Inside blickt hinter die Kulissen

(erschienen 2005 in Chip Inside)

Dennis Muren, 59, ein Special-FX-Veteran aus den Zeiten der frühen Star-Wars-Filme ist einer der wenigen, die schon Tripos gesehen haben. Diese dreibeinigen Wesen verbreiten in "Krieg der Welten" Angst und Schrecken.

Muren arbeitet bei ILM, Industrial Light and Magic, der Firma von Spielberg-Spezi George Lucas. Wie schrecklich die Dreibeiner aussehen, weiß sonst keiner. Denn Trailer und Vorschaubilder zeigen vor allem wechselweise erschrocken, ratlos oder entschlossen dreinblickende Schauspieler und Statisten. Außerdem tut sich hier und da die Erde auf, eine Brücke rollt elegant zur Seite und lässt dabei ein paar LKW fallen. Offenbar soll die Bedrohung geheimnisvoll bleiben. Wie die Tripods aussehen und warum LKW fliegen, wissen wir alle erst am 29. Juni, wenn der Film in die Kinos kommt.

Der Produktionsplan von "Der Krieg der Welten" war ungewöhnlich straff. Schließlich musste der Film binnen zehn Monaten im Kasten sein. Spätestens bis zum 4. Juli, dem Unabhängigkeitstag und dem entscheidenden Kino-Wochenende in den USA.

Ergebnis der Zeitnot: Neue Technik kam auf den Plan. Bei Krieg der Welten spielte "Previsualization" eine Hauptrolle. Diese Technik erlaubt es, Kamerapositionen, Standorte von Schauspielern und Spezialeffekte im Computer auszuprobieren, bevor es an den Dreh geht. Notwendig dafür ist Computer-Power pur - unter einem AMD-Opteron geht nichts. Dafür aber stiefeln die Tripods schon über das Set, bevor die erste Kamera aufgebaut ist.

Um die Produktion zu beschleunigen stieg Industrial Light and Magic um auf ein neues Produktsionstool namens Zeno. Das schlägt eine Brücke zwischen den unterschiedlichen Spezialeffekten, also Monstern hier, Explosionen dort, Lichteffekte da. Sprich: Wer das Monster gestaltet hat, kann es auch gleich beleuchten - und wenn er mag - explodieren lassen. Aber wie die Monster nun aussehen - egal ob explodierend oder beleuchtet - das bleibt bis zum 29. Juni schauriges Geheimnis der Invasoren aus dem All und von Dennis Muren.

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Aktualisiert am: 18.04.2006




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