Test: Symantec Ghost 9 gegen Acronis True Image 8
Symantec Ghost 9 gegen Acronis True Image 8 im Vergleichstest. Erschienen 2004 in der Chip.
Bequem: Symantecs Ghost 9.0 erzeugt im laufenden Betrieb ein Image der Festplatte. Ein Neustart vor der Image-Erzeugung ist damit nicht mehr notwendig. Ziel der Datensicherung darf eine andere Partition sein, ein Server im Netzwerk, eine CD, DVD oder ein externes USB-Laufwerk. Auch per Firewire angeschlossene externe Datenträger dienen Ghost als Datenhort. Praktisch: Inkrementelle Backups erlauben, ein einmal erzeugtes Image um neu hinzugekommene Dateien zu ergänzen. Das spart Speicherplatz.
Gegenüber den Vorversionen ist die Bedienung von Ghost einfacher geworden. Assistenten begleiten durch das Programm, auf Wunsch lassen sich auch einzelne Dateien aus einem Image wieder zurück sichern.
Die beiliegende Recovery-CD bringt gespeicherte Images wieder zurück auf den PC. Sie liest auch Images, die mit älteren Ghost-Versionen erzeugt wurden. Zusätzlich ist ein Virenscanner auf der CD -- ideal, um ein infiziertes System ohne vorheriges Booten zu säubern.
Zwei Makel: Ghost fertigt nur Images an, wenn das Programm auf dem entsprechenden PC installiert ist. Wer jedoch eine frisch installierte, saubere Version von Windows XP als Image ziehen will, muss unfreiwillig Ghost oder dessen Installationsspuren und Registry-Einträge mit auf das Image nehmen. Schade für Linux-Freunde: Ghost 9 erkennt keine Partitionen, die mit dem Dateisystem ReiserFS formatiert sind.
Acronis True Image 8 erzeugt nach der Installation eine startbare Version des Programms und speichert die auf Diskette, CD oder einem anderen Wechseldatenträger. Vorteil: Von diesem Datenträger aus startet das Programm auch auf anderen Rechnern und erzeugt saubere Images.
Auch bei True Image führt ein Assistent durch den Backup-Vorgang. Er erlaubt, inkrementelle und damit Platz sparende Backups anzulegen. Die Image-Daten speichert das Programm auf CD, DVD, einer anderen Partition oder im Netzwerk. Auch die externe USB-Festplatte wurde im Test erkannt. Praktisch: Acronis schätzt vor dem Start der Image-Aktion die dafür voraussichtlich notwendige Zeit. Bereits erzeugte Images lassen sich via True Image öffnen und durchsuchen, regelmäßige Backup-Aktionen plant True Image mit dem eingebauten Task-Planer.
Einen starken Trumpf spielt True Image aus, wenn es um Linux geht. Im Gegensatz zu seinem Konkurrenten erkennt und sichert es auch Partitionen im populären Linux-Format ReiserFS.
Fazit: Zwei praktisch gleichwertige Konkurrenten. Ghost wirkt ein wenig komfortabler und ist mit Virenschutz und Zeitplaner besser ausgestattet. Acronis True Image empfiehlt sich hingegen mit seiner ReiserFS-Unterstützung und auch für Profi-Anwender in gemischten Umgebungen. Außerdem ist es rund 20 Euro günstiger.
Symantec Ghost 9
Gesamtwertung: oooo
Preis/Leistung: gut
System: Windows 2000/XP (für Windows 9x/ME und Linux Ext2 und Ext3 liegt Ghost 2003 bei)
Info: www.symantec.de
Preis: ca. 70 Euro
Acronis True Image
Gesamtwertung: oooo
Preis/Leistung: sehr gut
System: Windows 95/98/Me/NT/2000/XP, Linux (ReiserFS, Ext2, Ext3, Swap)
Preis: ca. 50 Euro






