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Thema für Pressemitteilung wählen

Eine Frage in der Pressearbeit: Wie oft sende ich Pressemitteilungen heraus. Die einfache Antwort: Immer dann, wenn Sie etwas zu sagen haben.

Damit Ihr Unternehmen aber präsent bleibt, sollten regelmäßig Mitteilungen verschickt werden - maximal vier bis sechs Wochen sollten zwischen den Infos liegen. Auf diese Weise transportieren Sie nicht nur News, sondern signalisieren auch: "Unser Unternehmen ist noch da und hat eine Presseabteilung".

Allerdings ist es bei manchen Unternehmen oder Produkten schwierieg, regelmäßig Mitteilungen zu versenden. Produkte mit langen Lebenszyklen eignen sich nur bedingt, alle paar Wochen Mitteilungen herauszuschicken.

Also müssen andere Themen herhalten. Und hier beginnt eine Arbeit, die viel Fingerspitzengefühl braucht.

Mögliche Themen lassen sich herleiten aus:

- Firmeninternen Ereignissen

- Externen Ereignissen

Interne Ereignisse

Die internen Ereignisse sind zum Beispiel:

- Jubiläen

- besondere Verkaufserfolge

- Personalia

Für die Jubiläen gilt: Maß halten. Fünf, zehn und 25 Jahre sind gute Jubiläen. "Acht Jahre erfolgreich" hingegen, reißt niemanden vom Hocker.

Das gilt auch für besondere Verkaufserfolge. Hier sollten es schon Aufträge mit besonders großen Volumina sein - oder wegweisende Abschlüsse (zum Beispiel Linux für die Stadt München).

Personalia senden Sie bitte an einen eingeschränkten Verteiler. Die Publikumspresse wird sich eher nicht für einen neuen Personalvorstand interessieren, wohl aber Branchendienste und Wirtschaftpresse.

Natürlich taugen auch neue Strategien, Ausrichtungen, Ideen als Thema für Pressemitteilungen. Aber hier ist es enorm wichtig, auf die Substanz zu achten. Mitteilungen, die sich in der Summe lesen wie "Wir wollen auch im nächsten Jahr wachsen," locken niemanden hinter dem Ofen hervor.

Externe Ereignisse

Externe Ereignisse sind Geschichten, die gerade in der Presse sind und an die man sich anhängen kann. Hier ist allerdings Fingerspitzengefühl gefragt.

Wer versucht aus Katastrophen oder Unglücken Kapital zu schlagen, indem er sich beispielsweise mit "Unser Produkt hätte das verhindern können" anhängt, hinterläßt einen schlechten Beigeschmack. Ein Imageschaden ist wahrscheinlich, wenn eine Firma versucht aus Leid und Not Kapital zu schlagen - und sei es auch nur, weil man sich an ein Thema angehängt hat.

Auch bei Skandalen bleibt ein Beigeschmack, wenn sich ein Unternehmen anhängt. Beispiel Schiedsrichterskandal im Februar 2005: Es dauerte nicht lange, bis sich Unternehmen gemeldet haben, deren Produkt oder Dienstleistung den Skandal verhindert hätten. Das klingt nicht nur lächerlich - es zeigt auch die Verzweiflung mancher Presseverantwortlicher.

Besser eignen sich Großereignisse - allein schon, weil sie in den meisten Fällen zunächst positiv besetzt sind. Stellt Ihr Unternehmen die EDV für ein Großereignis in einer Sportart, ist das sicherlich interessant.

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Aktualisiert am: 10.02.2005




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