Die 20 Todsünden - oder wie man schlechte Überschriften macht
Verdammt, ich habe meine Kreise in G+ nicht differenziert und damit laut Karrierebibel und t3n eine Social Media-Todsünde begangen.
Ich weiß zwar nicht genau, was eine Todsünde ist. Aber das klingt ziemlich schlimm. Schauen wir doch mal nach.
Wikipedia sagt:
"Mit dem Begriff Todsünde (peccatum mortiferum) werden im Katechismus der Katholischen Kirche bestimmte, besonders schwerwiegende Sünden (Mord, Ehebruch und Glaubensabfall) bezeichnet."
Also setzt man hier die Nichteinhaltung einiger Social Media-Regeln gleich mit Mord. Nicht schlecht und bedauerlicherweise im Trend eines Medien-Zeitalters, das Hysterie schürt und Übertreibung zum täglichen Überschriften-Geschäft erhebt.
Diese alberne Übertreiberei zu Gunsten einer vermeintlich knackigen Headline geht mir auf den Zeiger. Welche Dilettanten schreiben da?
t3n ist das mit den Todsünden offenbar schon ein wenig peinlich. Also ab in Anführungszeichen. Das macht den Ausdruck aber auch nicht besser. Naja, Hauptsache Aufmerksamkeit heischen.
Inhaltlich mögen die meisten Regeln ja passen. Aber wer mit ein wenig gesundem Menschenverstand und Respekt vor anderen Menschen an Social Media heran geht muss sich vor Todsünden nicht fürchten.
Und wenn ich nochmal so eine Mist-Headline lese, falle ich vom Glauben ab!
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