Neulich habe ich bei Vimeo ein fantastisches Video gesehen, das Zeitraffer mit einer weichen Seitwärtsbewegung der Kamera kombiniert hat. Heraus gekommen ist eine eindrucksvoll weich animierte Sequenz mit einem wilden Wolkenhimmel.
>>> Siehe auch: Spielereien mit Ziegelsteinen, der EOS 7D und dem Glidetrack.
Wilder Wolkenhimmel ist kein Problem mit der Panasonic HDC-SD707. Die hat nämlich eine Zeitraffer-Funktion eingebaut. Einfach die Kamera aufstellen, Zeitraffer aktivieren und auf die Wolken halten. Idealerweise steht die Kamera auf einem Stativ.
Glidetrack mit Zeitraffer
>>> Mehr: Panasonic HDC-SD 707: der erste Eindruck.
10 Sekunden
Die Bewegung habe ich in meinen ersten Tests auch ganz ordentlich hinbekommen. In meinem ersten Versuch habe ich den Zeitraffer auf ein 10-Sekunden-Intervall gestellt. Alle 10 Sekunden ein Bild, 24 Bilder pro Sekunde - das bedeutet für eine Sekunde Film muss ich vier Minuten warten. Geduld war gefragt. Aber ich hatte ja zu tun: Alle zehn Sekunden habe ich die Kamera auf der Glidetrack-Schiene ein klein wenig weiter geschoben. Nach gut einer halben Stunde war der erste Take im Kasten.
Vom Ergebnis war ich nicht so riesig begeistert. Das lag aber vor allem am Vordergrund. Hier stehen kleine Bäumchen und der Wind hat sie bewegt. Im Video ist daraus ein nerviges Ruckeln im Vordergrund geworden. Aber es war ja nur ein Test und für das nächste Video suche ich mir einen komplett regungslosen Gegenstand.
>>> Weiterlesen: Glidetrack ruckelt: Sauber machen.
Die Wolken bewegen sich angenehm flott in der Aufnahme. Auch mit der Kamerafahrt bin ich ganz zufrieden für den ersten Versuch.
1 Sekunde
Danach bin ich noch einmal raus und habe dasselbe Motiv mit einem Intervall von einer Sekunde aufgenommen. Außerdem habe ich einen größeren Bildausschnitt gewählt.
Das Aufnehmen hat nicht ganz so lange gedauert.
Die Wolken bewegen sich nicht ganz so zackig wie beim 10-Sekunden-Intervall, aber immer noch ausreichend flott und angenehm weich. Gefällt mir besser. Auch die Bäumchen im Vordergrund ruckeln nicht ganz so auffällig. Dennoch haben die Dinger bald einen Termin mit der Heckenschere!
Die dritte Einstellung war dann eher für die Katz, ich habe sie der Vollständigkeit halber aber auch an das Video gehängt. Ich habe eine Wolke zwischen zwei Bäumchen gedreht. Allerdings: die Zweige ruckeln ziemlich durch das Bild. Und von der Gleitschiene ist kaum etwas zu merken. Immerhin wallt die Wolke schön.
Warum ist von der Gleitschiene nichts zu merken? Es fehlen die Bezugspunkte. Ideal ist es immer bei Glidetrack-Fahrten, wenn man mindestens je ein Objekt im Vordergrund und eines im Hintergrund hat. Dann erkennt der Zuschauer, dass sich diese beiden Objekte zueinander verschieben, ein dreidimensionaler Eindruck entsteht.
Meine Ergebnisse:
- Keine Pflanzen in den Vordergrund
- Eine Sekunde Intervall reicht für einen eindrucksvollen Wolkeneffekt
- Bei Glidetrack-Fahrten auf Objekte im Vorder- und Hintergrund achten oder ein Objekt mit ausreichender Tiefe nehmen, bei dem die Fahrt auch erkennbar wird
Ich freue mich schon auf meine nächsten Versuche.
Spielereien mit Ziegelsteinen, der EOS 7D und dem Glidetrack
Panasonic HDC-SD 707: der erste Eindruck
Glidetrack ruckelt: Sauber machen
