Ein paar Notizen über meine Barcelona-Reise im Januar

Ich gehöre zu den digitalen Eremiten, weniger zu den Nomaden. In der Regel arbeite ich von zuhause aus und nutze die Netze – auch die sozialen – um mit der Außenwelt in Kontakt zu bleiben.

Ab und zu steige ich aber auch gerne in den Flieger und erkunde fremde Welten. Barcelona zum Beispiel.

Für zwei Tage Schulung war ich gebucht. Und weil ich Hektik nicht mag, habe ich vor und nach den Schulungstag jeweils einen halben Reisetag gehängt.

Zum ersten Mal habe ich auf der Reise ein Smartphone konsequent benutzt. Dafür habe ich mir bei der Telekom eine Option zugebucht, mit der ich lächerliche Datenmengen zu gar nicht witzigen Preisen versenden kann.

Wasser suchen

5 Euro für 50 MByte sind ein ganz schöner Batzen Geld. Aber es hat sich gelohnt. Gleich am Abend meiner Ankunft bin ich einfach losgezogen in Barcelona, einfach mal in eine Richtung gegangen. Wasser suchen.

Als ich Wasser, Schinken, Käse und Brot gekauft hatte, habe ich das Handy angeworfen und mich von der Karten-App des iPhone zurück leiten lassen. Hat funktioniert.

Probleme gab es im Hotel. Die ließen sich allerdings auch nicht mit dem Netz lösen. Aber immerhin hatte ich auf Facebook etwas zu erzählen: Das Hotel Ibis ist hoch. Mein Zimmer war im zehnten Stock und das Fenster ließ sich nicht öffnen.

Die Skyline von Barcelona aus dem Hotel

Warme Luft

Im Raum stand die warme Luft. Der Versuch, über die Klimaanlage Luft in das Muffzimmer zu schaffen scheiterte. Statt kühlend zu blasen, hechelte die Anlage klappernd Warmluft durch die Lamellen. Und die hat das Raumklima nicht gerade verbessert.

Also runter zu Rezeption, beschweren und um ein offenes Fenster bitten. Immerhin bot mir der Hotelmitarbeiter an, mit den Fensterschlüsseln raufzukommen und das Zimmer ein paar Minuten lang durchzulüften.

Bei der Gelegenheit hat er mit auch noch Nacht-Skyline Barcelonas erklärt. Nett. Wer nach Spanien in ein IBIS-Hotel fährt, sollte immer einen Satz Vierkantschlüssel dabei haben. Die reichen, um die Hotelfenster aufzubekommen.

Sonnenaufgang in Barcelona

Mobil in der Fremde

Über das mobile Netz im Ausland habe ich mich gefreut wie ein kleines Kind. Natürlich kenne ich die Kartenapp und habe sie schon vorher genutzt. Aber dieses Gefühl der Freiheit, in einer fremden Stadt überall hinzufinden ist grandios.

Ohne Orts- oder Sprachkenntnisse kann ich dennoch hingehen, wo ich möchte, weiß jederzeit, wo ich bin und die App weiß, wo es weitergeht. Bei meinem Spaziergang in die Innenstadt hinein hat mich die App 6,5 Kilometer weit geleitet.

Barcelona bei Nacht: Blaues Hochhaus

Das Problem: Offenbar braucht die Kartenapp eine Menge Datenmaterial. Ich hatte vor dem losgehen 50 MByte gebucht, ein Foto bei Facebook gepostet und nach rund 5,5 Kilometern kam schon die Warnung, dass mein Kontingent erschöpft sei. Das ist zu viel Traffic. Immerhin haben die Kartendaten gereicht, um mich schließlich ans Ziel zu bringen. Die Tapas waren köstlich.

Manch einem mag meine Freude naiv vorkommen. Aber mir hat das Smartphone enorm geholfen, mich schnell und sicher in einer neuen Stadt zurechtzufinden. Außerdem konnte ich auf Runkeeper dann auch noch mit meiner Barcelona-Joggingrunde angeben.

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