Mein erstes Ebook-Experiment: Verwirrender Preis – und nicht nur das verwirrt…

So, mein E-Book-Experiment ist bei Amazon. Spannend. Allerdings kostet es 3,08 Euro und nicht 2,99, wie ich das ursprünglich fest gelegt habe. 

Gerade habe ich erfahren, dass man die Mehrwertsteuer beim Preis selbst extrapolieren muss. Aha. (Update: Den Preis habe ich inzwischen auf 99 Cent herabgesetzt.)

Titelbild Ebook

Hier könnt Ihr das Buch bestellen.

Preise für USA

Überflüssigerweise habe ich auch noch Preise für USA und andere Länder eingegeben. Von einem Grundpreis in den USA ausgehend kann ich die Preise in anderen Ländern automatisch fest legen lassen. Nur, wer soll das schon außerhalb des deutschsprachigen Raums kaufen?

Nun habe ich den Preis noch einmal geändert, um die 2,99 Euro zu treffen. Damit verschwindet das Buch aber erst einmal wieder aus meiner Reichweite und muss frei gegeben werden. Das dauert wohl 12 Stunden. Erst dann kann ich sehen, ob ich den richtigen Preis treffe.

Solche turn around Zeiten sind schwer für meine experimentierfreudige Seele. Bis ich Amazons KDP verstanden habe, werden wohl ein paar Wochen vergehen.

Technische Probleme

Was mich auch wundert: Das Buch fängt im Reader auf der zweiten Seite des Inhaltsverzeichnisses an. Nur mit Zurückblättern kommt man auf die erste Seite. Da muss ich wohl noch einmal nachsehen, wie ich das in Ordnung bringe.

Wohin soll das nur führen?

Reich werden mit Ebooks will ich nicht. Zumindest nicht mit dem hier. Aber ich möchte die Abläufe so gut verstehen, dass mir künftige Projekte leicht von der Hand gehen. So stehen Ebooks von Tipps zum Pferd ebenso an wie Ebooks von Tippscout.de. Und das eine oder andere Projekt zum Thema Videoproduktion habe ich auch noch in der Pipeline.

Eine große Hilfe bei meinen ersten Schritten in Richtung Ebook ist mir übrigens die Selfpublisher-Bibel von Matthias Matting.

Update: Jetzt 2,98 Euro – damn!

Meine Preisänderung ging doch recht fix durch. Den Zielpreis von 2,99 Euro habe ich jetzt um einen Cent verfehlt. Verdammt…

Aber ich lasse das jetzt mal so. 

Drolligerweise ist der neue Preis jetzt also durch. Aber das Buch ist immer noch in der Überprüfung. Dabei würde ich gerne schon einmal eine neue Version des Buchs hochladen. Beim ersten Lesen auf dem Kindle ist mir natürlich ein Fehler aufgefallen. Nein, kein Rechtschreibfehler. Ich habe ein ganzes Wort vergessen 😉 

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Update: Nur noch 99 Cent

Nachdem sich beim Verkauf gerade gar nichts rührt, habe ich den Preis auf 99 Cent reduziert. Denke, das ist für rund 80 Seiten Text auch ok. Dem Verkauf hilft es dennoch nicht. Das zeigt, wie notwendig es ist, das Buch dann auch zu vermarkten. Aber das ist ein anderes Thema, um das ich mich dann beim nächsten Buch mehr kümmern werde.

Meine ersten Erfahrungen mit Ebooks

Ich musste es einfach einmal ausprobieren: Wie veröffentliche ich ein Ebook? Angeregt von Matthias Matting, einem alten Kollegen und sehr aktivem Self-Publisher wollte ich es auch einmal probieren. Anleitungen für Selfpublisher gibt es jede Menge im Netz. Aber nichts geht über den eigenen Versuch. 

Also habe ich mich rangesetzt.

Die Schutzverletzung auf Amazon

Der Text

Die Texte zum Ebook hatte ich zum Glück noch alle in meinem Archiv. An zwei Samstagen und auch so mal zwischendrin habe ich mich an die Texte gesetzt und sie leicht überarbeitet. Vor allem habe ich sie auf die neue Rechtschreibung angepasst.

Als Werkzeug hatte ich Scrivener, ein Programm das jeden Cent der 45 Dollar Kaufpreis wert ist. Mit Scrivener kann man Texte und Ideen organisieren. Wer überlegt, einen Roman zu schreiben oder ein komplexes Sachbuch, dem kann ich Scrivener nur empfehlen. Vielleicht finde ich die Zeit, noch einmal ausführlicher über das Programm zu schreiben. 

Kurz gesagt konnte ich mit Scrivener alle Kolumnen aus Word-Dokumenten direkt in das Programm importieren und dort alle Texte gemeinsam bearbeiten. Also kein Herumspringen zwischen Dateien, sondern das Buch auf einen Blick.

Schließlich verfügt Scrivener über eine Compile-Funktion, die aus den gesammelten Texten ein Buch erzeugt. Inklusive Titelverzeichnis und Titelbild.

Das Titelbild

Das Titelbild habe ich in Apple Pages zusammengestellt. Das Programm ist ideal für so etwas: Frei verschiebbare Rahmen für Bilder und einfarbige Hintergründe. Und ebenso frei platzierbare Textrahmen. Was will der Layouter mehr?

Von der Optik her habe ich mich an das typische Titelbild-Design der 90er-Jahre angelehnt: Grelle Farben, große Blöcke, große Schrift. Ein reales Zeitschriftencover wäre wohl noch voller gewesen, aber für den Buchdeckel reicht das, glaube ich. Als Bilder dienten Aufnahmen aus meinem Fotoarchiv.

Die Veröffentlichung

Formular ausfüllen, hochladen, Preis festsetzen. Schon ist das Ebook bei Amazon online. Beim Preis habe ich mich anfangs etwas schwer getan. Amazon will weltweit Preise – falls man das Buch auch in Indien verkaufen sollte. Das habe ich dann so gelöst, dass ich einen Dollar-Preis festgelegt habe und sich alle weiteren Preise daraus ableiten.

Nur für den Preis in Deutschland habe ich eine Ausnahme gemacht. Das geht, indem man ein Häkchen entfernt, schon kann man für ein Land einen individuellen Preis eingeben.

Der Clou: Beim Preis muss man den Endpreis so kalkulieren, dass 3 Prozent Aufschlag mit inbegriffen sind. Für ein 99-Cent-Ebook muss ich also 96 Cent als Preis eintragen. Amazon schlägt dann 3 Prozent auf, und das ergibt den Endpreis.

Das Warten

Und dann? Dann heißt es warten auf die ersten Kunden. Freundlicherweise ließen sich ein paar meiner Facebook-Freunde zum Kauf verleiten. Ich wollte schließlich sehen, ob und wie Amazon die Statistiken anzeigt. Das Ergebnis: Die Statistiken sind etwa einen halben Tag hinter dem Geschehen her.

Das Buch preise ich auf meiner Homepage in einer ziemlich großen Anzeige an. Dennoch hat sich noch nicht viel getan.

Wahrscheinlich viel zu schnell habe ich den Preis des Buchs von 2,98 Euro auf 99 Cent gesenkt. Vom Gefühl her entspricht das aber auch eher dem Angebot: Schließlich sind es alte Texte, die vor Jahrzenten schon einmal veröffentlicht wurden.

Bis heute, 30. Juni 2013, habe ich nach knapp einer Woche drei Exemplare verkauft, zwei sind via KDP select verliehen worden. Das ist noch nicht richtig viel.

Gewonnen habe ich trotzdem: Jede Menge Erfahrungen innerhalb einer Woche und die Zuversicht, auch weitere Ebooks veröffentlichen zu können. Die sollten dann auch ein wenig besser laufen.

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