Glosse: Umweltministerium will Datenmüll begrenzen

Das Bundesumweltministerium fordert schärfere Emissionskontrollen für das Internet. “Es kann nicht sein, dass Bits und Bytes im Internet unkontrolliert entsorgt werden,” so das Bundesumweltministerium in einer ersten Stellungnahme zum Emissionserschwerungsgesetz. “Das Internet darf kein umweltschutzfreier Raum bleiben.”

Nach einem bislang unbestätigten Gesetzentwurf sieht das Ministerium vor, Datenmengen deutlich zu begrenzen. Jeder Bürger darf nur noch 2.000 Zeichen am Tag emittieren, aufgeteilt auf E-Mail, Blogs und Twitter.

Großunternehmen dürfen mit Byte-Kontingenten handeln. Sprich: ungenutzte Byte-Budgets werden an andere Firmen weiter verkauft, die mehr Emissionsbedarf haben. Für den privaten Einsatz ist dieser Handel nicht vorgesehen.

“Niemand hat vor, Information zu unterdrücken,” so das Ministerium. “Jedem steht es weiterhin frei, sich in Wort und Bild frei zu äußern – aber es steht nirgendwo, dass dies im weltweiten Datennetz passieren muss. Buchstaben und Meinungen lassen sich hervorragend und umweltverträglich auf Papier festhalten und sicher entsorgen.”

Hinweis nach dem Bundesgesetz zur Kennzeichnungspflicht von Satire: Dieser Beitrag ist Satire.

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