Das sollten Sie über Google Earth wissen

Google Earth zeigt Ihnen Satellitenbilder von der Erde. Diese Bilder sind auf einen Globus abgebildet, den Sie mit der Maus drehen können. Natürlich dürfen Sie einzelne Gebiete vergrößern, um sie sich genauer anzusehen. Suchen Sie doch einmal nach Ihrem Wohnort. Vielleicht erkennen Sie Ihr Haus. Denn manche Aufnahmen sind so detailliert, dass Sie darauf sogar Häuser und Autos erkennen können.

Was kann Google Earth?

Google Earth erlaubt Ihnen, über Berge und Täler zu fliegen. Gebirge werden dreidimensional angezeigt, ebenso wie die Gebäude einiger Städte in den USA.

Genauso gut eignet sich das Programm als Atlas: Dazu blenden Sie einfach Landesgrenzen und Straßen ein. Bei entsprechender Vergrößerung sind sogar Straßennamen in Orten eingezeichnet.

Wer in den USA auf Reisen gehen will, hat noch mehr von Google Earth. Dort sucht das Programm nach Unterkünften, Einkaufsstraßen oder Lokalen und berechnet Wege von einem Ort zum anderen. In Deutschland funktioniert das inzwischen auch an vielen Orten

Damit Sie einmal gefundene Flecken auf der Landkarte nicht wieder vergessen, setzen Sie Markierungen und versehen sie mit kurzen Beschreibungen. Und zu guter Letzt hilft Ihnen Google auch noch, Entfernungen zu messen.

 

Welche Anforderungen stellt Google Earth an meinen Computer?

Recht hohe. Google empfiehlt einen Computer mit mindestens 2,4 GHz Taktfrequenz, 512 MByte Hauptspeicher und einem Bildschirm mit 1280 mal 1024 Bildpunkten. Die eingebaute Grafikkarte sollte mindestens 32 MByte Hauptspeicher haben. Außerdem brauchen Sie eine schnelle Datenleitung. Am besten geht’s mit DSL.

Zur Not können Sie Google Earth auch mit einem langsameren Computer und weniger Hauptspeicher ausprobieren. Aber dann ruckelt es. Auch mit einem ISDN-Anschluss funktioniert Google Earth zur Not noch. Aber dann werden die Satellitenbilder äußerst langsam aufgebaut.

Warum sind einzelne Gebiete in Google Earth so detailliert dargestellt, andere nicht?

Weil Google Earth Kartenmaterial unterschiedlicher Herkunft verwendet. Dort wo es einigermaßen unscharf ist, kommen Satellitenbilder zum Einsatz. Andere Bilder sind aus dem Flugzeug heraus aus geringerer Höhe aufgenommen. Klar, dass die mehr Details zeigen. Nach Angaben von Google sollen aber nach und nach weitere Detailkarten hinzukommen.

Google Earth ohne Chrome installieren

Google versucht gemeinsam mit Google Earth den Browser Chrome auf dem System des Nutzers zu installieren. Wer nicht aufpasst holt sich also neben dem Kartenprogramm noch einen weiteren Browser. Das kostet Platz.

Um den Download von Chrome mit Google Earth zu verhindern, müssen Sie auf der Google Earth Download-Seite ein kleines Kästchen suchen, das vor Nutzen Sie Google Chrome steht.

Google Earth ohne Google Chrome herunterladen

Entfernen Sie das Häkchen und starten Sie erst dann den Download. So wird Google Earth ohne Chrome auf Ihren Computer kommen.

Pausen bei Sightseeing

Wer bei Google Earth eine Sightseeing-Tour startet, muss eine sehr schnelle Internet-Verbindung haben. Sobald Google Earth einen Ort angeflogen hat, müssen die Daten blitzschnell übertragen sein. Denn schon nach wenigen Sekunden geht die Reise weiter.

Im Normalfall ist die Pause zu kurz, damit Sie wirklich den Ort in Ruhe besichtigen können. Doch das ist kein Problem. Stellen Sie einfach eine längere Pausenzeit ein.

Das geht im Menü Tools – Options – Control. Stellen Sie hier unter Fly-To/Tour Settings die Tour Pause auf einen höheren Wert, zum Beispiel 20. Danach klicken Sie auf Ok und können die nächste Tour genießen.

Optionen-Dialog von Google Earth

Luftraum-Markierungen für Drachenflieger

Drachenflieger und Gleitschirmflieger können Google Earth nutzen, um Lufträume darzustellen. Hierbei werden die Lufträume anhand ihrer GPS-Positionsdaten dreidimensional in Google Earth eingeblendet.

Mit diesen Lufträumen wiederum lassen sich aufgezeichnete GPS-Routen kombinieren. So sieht man, ob eine Route einen erlaubten Luftraum verlässt.

Weitere Informationen sowie die Lufträume zum Download gibt es unter http://www.skyfool.de/Luftraeume/.

Es ist schon faszinieren, welche Anwendungszwecke Google Earth findet.

Mehr Information über Afrika

Mit der neuesten Version von Google Earth kommt ein spezielles Angebot für Afrika-Fans: Artikel der amerikanischen Zeitschrift National Geographic sind direkt über Google Earth abrufbar. Die Artikel sind Orten in Afrika zugeordnet. Zusätzlich gibt faszinierende und sehr detaillierte Luftaufnahmen afrikanischer Dörfer oder kurze Filme zu unterschiedlichen Themen.

Um die Artikelansicht einzuschalten, aktivieren Sie unter Layers den Eintrag National Geographic Magazine.

Danach drehen Sie den Google-Earth-Globus so, dass Sie Afrika sehen und warten ein Weilchen. Bald darauf erscheinen die Markierungen der Bilder und weiterführenden Artikel. Viel Spaß beim Stöbern.

Links zu Artikeln von National Geographic

Adressen suchen mit Google Earth

Mit Google Earth finden Sie nicht nur Städte. Sie können sogar exakt eine Adresse ermitteln. Dazu verwenden Sie die Funktion Suchen, die Ihnen links oben im Fenster von Google Earth zu sehen ist.

Geben Sie dort die Adresse ein, die Sie suchen und drücken Sie die Return-Taste. Nach kurzer Zeit bringt Sie Google Earth zur gewünschten Adresse und markiert genau die Stelle auf der Straße, auf deren Höhe sich die gesuchte Hausnummer befindet.

Natürlich können Sie die Adresse auch nutzen, um von Google Earth eine Anfahrtsbeschreibung erzeugen zu lassen. (Dazu bald mehr.)

Google Earth markiert eine gefundene Adresse

Google Earth mit Flugsimulator

Die aktuelle Version von Google Earth, 4.2, hat einen Flugsimulator eingebaut. Den erreichen Sie mit der Tastenkombination [Strg – Alt – A].

Gleich danach erscheint ein Auswahlfenster, in dem Sie das Flugzeug sowie die Startposition wählen können.

Einstellungen beim Start des Google Earth Flugsimulators

Mit Flug starten geht es dann los.

Übrigens: Falls Sie gleich starten wollen, genügt die Tastenkombination [Strg – A]

Der Flugsimulator selber ist noch eher mager ausgestattet. Sie können Gas geben und wegnehmen, die Landeklappen steuern sowie Höhen- und Seitenruder betätigen. Für eine spaßige Platzrunde reicht das aber allemal.

Der Flugsimulator lebt von der beeindruckenden Google-Earth-Grafik. Die Flugdaten selbst erscheinen auf einem Head-Up-Display. Instrumente, etwa ein künstlicher Horizont sind nicht vorhanden – allerdings ist das auch kein Problem, denn die Fluglage lässt sich im Head-Up-Display gut erkennen. Schade, dass es keine Außenansicht für die Flieger gibt.

Gesteuert wird per Tastatur und mit der Maus. Die ist übrigens beim Fliegen unbedingt zu empfehlen, da die Richtungskorrektur per Tastatur ziemlich hakelig ist.

Je nach Zustand der Geländedaten kann es beim Fliegen ein wenig langsam zugehen, wenn Google Earth die Daten nachlädt.

Flugsimulator in Google Earth vor dem Start

Regenradar für Google Earth

Wer Google Earth benutzt, darf sich über schicke Erweiterungen für Google Earth freuen.

Ein viertelstündlich aktualisiertes Bild der Regenentwicklung (Regenradar) können Sie unter http://www.googleearthhacks.com/dlfile3359/Live-Radar—Germany.htm laden.

Für Bayern gibt es ebenfalls ein aktuelles Bild mit Regenradar unter http://www.googleearthhacks.com/dlfile5086/Bavarian-Rain.htm.

Wer sich die aktuelle Wolkenentwicklung ansehen will, holt sich die Erweiterung http://www.googleearthhacks.com/dlfile5255/Clouds-central-Europe.htm.

Nach dem Herunterladen der jeweiligen Datei starten Sie Google Earth und laden die KMZ-Datei mit File – Open.

Sofort nach dem Laden wird die Karte eingeblendet und Google Earth zeigt Ihnen die Übersicht mit dem aktuellen Regenwetter.

Google Earth: KML-Dateien platzsparend speichern

Wer eigene KML-Dateien erzeugt, beispielsweise mit foreconv, erhält als Resultat schnell riesige Files, die ordentlich Platz auf der Platte beanspruchen. Dieses Problem lässt sich so angehen:

Komprimieren Sie die KML-Datei einfach mit einem ZIP-Programm. In Windows geht das mit einem Klick mit der rechten Maustaste auf die KML-Datei. Dann Senden an und ZIP-komprimierten Ordner wählen.

Anschließend müssen Sie der neu erzeugten Datei nur noch die Endung kmz geben. Dazu klicken Sie einmal auf die ZIP-Datei, drücken die Taste [F2] und ändern die Endung.

Die KMZ-Datei können Sie dann einfach mit File – Open in Google Earth laden.

Mehr zu foreconv: Daten des Garmin Forerunner 301 in Google Earth anzeigen.

Lesen Sie hier weiter: Ort finden in Google Earth – so benutzen Sie Google Earth richtig