Raus aus dem Home Office, rein ins Büro

Puh, das wird ein großer Schritt für mich. Es geht hinaus aus dem lauschigen Home Office in ein Bürogebäude. Hinaus aus dem Einsiedler-Arbeitszimmer in eine trubelige Werbeagentur.

Nein, ich bleibe natürlich selbständig. Aber ich will wieder mehr Leute um mich herum haben, um Ideen zu spinnen und kreativ zu plaudern. Deshalb bin ich bei machen.de untergeschlüpft.

Der kreative Austausch ist aber nicht der einzige Grund für den Umzug. Der andere ist: Ich möchte wieder konzentriert arbeiten können. Auch mal ein paar Stunden am Tag.

Seit der Geburt meiner Tochter wird das Arbeiten immer schwieriger. Einerseits, weil ich immer verfügbar bin, um bei der Kleinen mit einzuspringen. Andererseits, weil ich das auch immer will. Was gibt es schöneres, als ein kleines Kind, das Du in den Arm nimmst und das dann seine Nase an Deiner Schulter abwischt. So viele Herzerl-Emoji gibt’s gar nicht!

Eine Zwickmühle

Aber beruflich ist das eine Zwickmühle. Ich will die Kleine sehen und mich mit ihr beschäftigen. Andererseits muss ich auch meine Sachen schaffen. Und das geht nicht, wenn alle zehn Minuten eine Unterbrechung kommt. (Wir haben auch noch drei Hunde – die sorgen ebenfalls für Trubel).

Meine Arbeit ist auch keine, bei der ich mein Werkzeug bei einer Unterbrechung hinlege und anschließend gleich weiter machen kann. Beim Schreiben genauso wie beim Konzipieren oder Schneiden muss ich mich konzentrieren. Ich brauche nach jeder Unterbrechung Zeit, mich wieder in die Arbeit hineinzufinden.

Mein Plan

Also ab in ein Büro. Meine erste Bürogemeinschaft seit 2000, seit jener Zeit in Sauerlach, als wir den Tippscout aufgebaut haben. Ich will auch nicht jeden Tag die vollen acht oder gar zehn Stunden im Büro verbringen.

iMac an einem Arbeitsplatz
Das kommt alles mit: Der Mac, die Lautsprecher, das Raidsystem und das Mikro.

Lieber sechs Stunden – so ist zumindest mein Plan. Und danach kann ich die Arbeit hinter mir lassen und für die Tochter da sein.

Die Unwägbarkeiten

Natürlich gibt es auch ein paar Unwägbarkeiten. Der Arbeitsweg zum Beispiel. Statt einmal die Treppe runter brauche ich jetzt mindestens 20 Minuten mit dem Auto ins Büro. An Stau mag ich da gar nicht denken.

Sobald es wärmer ist, kann ich die Strecke prima mit dem Rad fahren. Nur kurz zum Main-Donau-Kanal hoch und dann immer Richtung Nürnberg. Ich schätze, das sind einfach so knapp 15 Kilometer. Eine sehr angenehme Strecke. Stau sollte dann auch keine Rolle spielen und meiner Figur wird es auch gut tun.

Überhaupt – ein klein wenig freue ich mich auf die tägliche Tour. Ich glaube, der Abstand zum Büro hilft mir, die Arbeit dann wirklich dort zu lassen. Wobei mir das sicher nicht immer gelingt. Aber vielleicht gelingt es mir besser, diesen inneren Antreiber im Büro zu lassen und daheim zu entspannen und mich um die Familie und die Hunde zu kümmern.

Ach ja, die Hunde – da müssen wir natürlich auch eine Gassi-Regelung finden. Vielleicht vor der Tour ins Büro? Oder nach dem Heimkommen? Da müssen Franziska und ich einen Plan und einen Weg finden. Und das werden wir.

Die Vorfreude

Ganz klar, die Vorfreude überwiegt. In einem Büro in Ruhe arbeiten, nette Leute treffen, quatschen. Und außerdem: mein Büro ist groß genug, um dort Kamera und Licht aufgebaut zu lassen. Praktisch für Aufzeichnungen und Live-Video.

Vielleicht ergibt sich auch die eine oder andere spannende Kooperation. Ideen haben der Micha Leibrecht von machen.de und ich schon genug. Nur machen müssen wir. machen.de.

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