Ein nettes Geschenk der infra Fürth

Seit drei oder vier Jahren ist bei uns vor der Tür die Endhaltestelle einer Buslinie in Fürth. Denn die nahe liegende Brücke über die Regnitz ist für schwere Fahrzeuge gesperrt und die Erneuerung der Brücke läuft schleppend.

Die Busse sind ein Problem: Ab morgens um halb sechs bis kurz nach Mitternacht haben wir regelmäßig wummernde Diesel keine drei Meter neben unserem Haus. Morgens wecken mich die Motoren, abends freue ich mich auf den letzten Bus und darauf, dass endlich Ruhe einkehrt.

Busse vor dem Haus

Abschalten

Die meisten Busfahrer sind prima – sie fahren die Haltestelle an, schalten den Motor aus und minimieren so den Lärm. Das ist gut. Leider gibt es immer wieder Kollegen, die den Motor 15 oder 20 Minuten durchlaufen lassen – gerne auch morgens um halb sieben.

Letzten Winter war es eher die Regel, dass die Motoren weiter liefen. Abgesehen vom Lärm bedeutet das ja auch eine ziemliche Umweltbelastung. Und ja, die Busse sind modern und haben Standheizungen.

Beschweren

Ich habe mich dann bei der infra Fürth beschwert und zu meiner Überraschung auch eine persönliche Antwort bekommen: Man rede mit den Fahrern und entschuldige sich für den Lärm. Und wenn es noch einmal laut werde, soll ich mich doch einfach melden.

Da war ich erst einmal baff. Das ist guter Service!

Tatsächlich nahm der Diesellärm ab. Und falls sich doch mal wieder ein Dauerdiesler vor die Türe stellt, habe ich eine nette Ansprechpartnerin bei der infra.

Der Adventskalender

Anfang Dezember hatte ich mit der freundlichen Dame von der infra wieder einen kurzen Mail-Wechsel – morgens um halb sieben hat wieder ein Fahrer vergessen, den Motor abzuschalten. Wieder kam eine nette Antwort. Und kurz darauf erreichte uns ein Päckchen: Darin ein Adventskalender, ein nettes Anschreiben und eine netzweit gültige Tageskarte.

Der Adventskalender

Das hatte ich nicht erwartet 🙂

Und wie geht es weiter? Durchhalten. Angeblich soll im Dezember 2013 die neue Brücke endlich da sein. Wobei – wir haben Dezember 2013?! Jedenfalls ist ein Ende absehbar. Ich hoffe, dass im Laufe des kommenden Jahres die Haltestelle verschwindet und wir wieder Ruhe haben.

Die nette Dame bei der infra werde ich dann ein wenig vermissen.

Lesen Sie hier weiter: Albtraum Internet Werbung