Meine ersten Versuche mit dem alten Pentax-Objektiv an der Canon EOS 7D

Ich weiß schon gar nicht mehr, wie ich darauf gekommen bin. Irgendwann habe ich meine 30 Jahre alte Pentax MX aus der Schublade gekramt, habe das Objektiv gesehen und an alte Zeiten gedacht.

Also habe ich mich auf die Suche gemacht nach Adaptern für das Pentax SMC-M 1:1,7 auf meine EOS 7D. Für rund 15 Euro habe ich mir dann so ein Teil bei Amazon bestellt. Und gleich noch einen Adapter, mit dem ich mein altes Sigma-Telezoom von der Nikon ebenfalls auf die 7D stecken kann.

Erste Tests

Samstag kamen die Adapter. Perfekt für den freien Nachmittag. Der Adapter für die Pentax sitzt fest auf dem Objektiv. Das Objektiv ist allerdings um 45 Grad verdreht. Doch das kommt mir ohnehin entgegen, das bin ich von der Videokamera her gewohnt.

Canon EOS 7D mit Pentax Objektiv

Der Adapter für das Telezoom ist ziemlich wackelig, aber auch das Objektiv hält. Nach ein paar Versuchen mit dem Telezoom habe ich allerdings aufgegeben: Ich habe kein scharfes Bild hinbekommen. Das Problem ist nämlich, dass man mit den alten Objektiven keinen Autofocus hat. Ich musste also auf Sicht scharfstellen. Und das ist ein Glücksspiel.

Also habe ich ein wenig mehr mit dem kleinen Pentax Objektiv herumgespielt. Meine drei Hunde durften – wie so oft – als Fotomodell herhalten. Auch da hatte ich Probleme mit der Schärfe.

Chico von der Seite

Das beste Mittel gegen die Schärfeprobleme war: Abblenden. Irgendwo zwischen 4 und 8 fühlte ich mich ganz wohl mit der Schärfe. Und dann eben geduldig scharfstellen.

Dennoch gelangen nur eines von drei oder vier Fotos. Aber das hat ja auch seinen Reiz. Nur die Hunde haben sich gelangweilt.

Fini mit Schlafaugen

Ob die Bilder jetzt sehr anders wirken als mit der Canon-50mm-Festbrennweite (die 1,4er natürlich), vermag ich nicht so recht zu sagen. Da muss ich in den nächsten Tagen die Kamera mal auf ein Stativ packen und Testfotos machen.

Unzufrieden

So richtig zufrieden war ich mit den Bildern nicht. Also habe ich das Fotografieren erst einmal sein lassen.

Für zehn Minuten.

Da muss doch was gehen!

Ich bin raus in den Garten. Die Hunde hinterher. Und dann haben sich Chico und Bienchen auf die Terrasse gelegt. Meine Chance. Ich habe mich flach auf den Boden geworfen und habe ein paar Mal abgedrückt.

Schwarzweiß-Bilder

Klar ist ein weißer Hintergrund nicht ideal. Aber irgendwie sind doch ein paar ganz gute Bilder heraus gekommen. Eines davon habe ich mit Aperture in Schwarzweiß konvertiert und in Photoshop noch ein wenig Rauschen hinzugefügt.

Chico und Bienchen in Schwarzweiß

Sieht fast aus wie früher, als ich mit der MX fotografiert und die Bilder selbst entwickelt und vergrößert habe.

Irgendwann habe ich mich dann auch mit den Schärfeproblemen versöhnt. Dann ist eben nicht jedes Bild knackscharf. Bei zwei Blumen-Motiven fand ich das sogar ganz reizvoll.

Blume vor grünem Hintergrund

Und wenn man noch ein paar Vintage-Effekte auf das Bild packt, ist das ganz alte Gefühl wieder da.

Blüten im Vintage-Look

Ok, vor 30 Jahren hätte ich so ein Bild weggeworfen. Aber heute ist es eben Vintage 😉

Gerade habe ich erfahren, dass man seine DSLR mit Schnittbildindikatoren nachrüsten kann. Das überlege ich mir jetzt. Hätte seinen Reiz.

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