Panasonic Technik in der Leica V-Lux 20

Die Leica V-Lux 20 ist die neue kompakte Digitalkamera von Leica. Baugleich mit der Panasonic TZ10 ist sie zwar teurer, bringt dafür aber im Bundle Adobe Photoshop Elements mit.

Die V-Lux 20 in der Praxis

In der täglichen Praxis hat sich die Leica während der zwei Testwochen zu einem guten Begleiter entwickelt. Die Einschaltzeit liegt handgemessen unter drei Sekunden. Das Zwölffach-Zoom holt auch entfernte Objekte heran. Die Handhabung fiel vom ersten Augenblick an leicht.

Gehäuse aus Metall

Das Gehäuse der Leica V-Lux 20 besteht aus Metall. Das wirkt sehr hochwertig. Die Anschlüsse für USB und HDMI befinden sich hinter einer soliden Klappe. Unten am Gehäuse erreichen Sie den Akku und die Speicherkarte.

Der LCD-Bildschirm auf der Rückseite der V-Lux 20 ist drei Zoll groß. Auch bei direktem Sonnenlicht war noch etwas zu erkennen. Sehr praktisch fand ich die Möglichkeit, dass die Leica auf Wunsch ein Gitter-Raster zuschaltet. Das erleichtert die Bildaufteilung.

Einfache Bedienung

Die Bedienung erschließt sich nach einigem Probieren von selbst. Das Menü ist übersichtlich und gut bedienbar. Ein Schnellmenü zeigt zudem die wichtigsten Optionen.

Neben der Vollautomatik bietet die Kamera weitere Modi, etwa die Zeitautomatik, in der sich die Belichtungszeit nach der voreingestellten Blende richtet oder die Blendenautomatik, mit der Sie eine Belichtungszeit vorgeben.

Darüber hinaus liefert die Kamera noch eine voll manuelle Variante mit, in der Sie Zeit und Blende frei wählen – die Schärfeeinstellung allerdings bleibt immer automatisch.

Custom Modus

Sobald man den vollautomatischen Modus verlässt, öffnet sich mit einem Druck auf die Menütaste das Einstellungsmenü. Bildgröße, Bildqualität, das Seitenverhältnis (4:3, 3:2, 16:9), die Empfindlichkeit oder das Verhalten der Automatik lassen sich hier genau anpassen. Auch den manuellen Weißabgleich finden Sie hier.

Der Custom-Modus speichert drei Sets an Optionen. Auf diese Weise kommen Sie schnell an häufig verwendete Einstellungen, ohne jede Option einzeln ändern zu müssen.

Ein üppiges Szenen-Menü bietet vorgefertigte Programme für Portraits, Landschaftsaufnahmen, Nachtfotos und viele mehr. Zwei Szenen lassen sich vorwählen und über das Wahlrad oben auf der Kamera schnell ansteuern.

Highlight GPS

Für mich ein Highlight ist das eingebaute GPS. Das speichert zu den Bildern gleich die GPS-Koordinaten. Programme wie iPhoto auf dem Mac zeigen dann zu den Bildern eine Karte mit dem Aufnahmeort.

Auch einen Gesichtserkennungsmodus gibt es: Die Kamera merkt sich bis zu sechs Gesichter und ordnet automatisch Namen und Alter zu – sofern Sie diese Daten zuvor eingegeben haben. Außerdem fokussiert die Kamera automatisch bekannte Gesichter.

Wer mehrere Bilder schnell hintereinander schießen will, nutzt den Burstmodus. Der macht allerdings in bester Qualität nach drei Bildern Schluss, wer ein paar Abstriche macht, bekommt fünf Bilder auf den Speicher. Blitzlicht gibt es in diesem Modus keines.

Zusätzlich findet sich in der Szenen-Übersicht ein High-Speed-Modus. Der schießt so viele Bilder so schnell wie möglich. Die Bildgröße liegt dann aber je nach gewähltem Seitenverhältnis zwischen zwei und drei Megapixel.

In den Szenen finden Sie auch einen langsameren Serienmodus, in dem der Blitz mitarbeitet. Auch hier liegt die Bildgröße bei 2 bis 3 Megapixel.

Video

Mit dem Videomodus der Kamera kann man viel Spaß haben. Per Knopfdruck wird die Leica V-Lux 20 zum Camcorder. Sie nimmt HD 720p auf.

Der Zoom funktioniert auch im Videobetrieb. Ton nimmt die Kamera mit zwei kleinen Mikros in Stereo auf. Die Bildqualität ist gar nicht schlecht für eine Taschenkamera.

Testbilder

Landschaft mit V-Lux 20

Fluss mit Baum mit V-Lux 20

Haus unscharf, Vordergrund Blätter scharf

Haus Hintergrund scharf, Vordergrund Blätter unscharf, V-Lux 20

Dalmatiner 1, V-Lux 20

Dalmatiner 2, V-Lux 20

Kleiner, schwarzer Hund, V-Lux 20

Dalmatiner will über Bach springen, V-Lux 20

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