Microsoft-Paranoia (WIN 3/97)

Microsoft will die Gleichschaltung aller User. Windows war nur der Anfang. Noch verbirgt das Unternehmen aus Redmond seine wahren Ziele. Erst auf den zweiten Blick wird die Absicht erkennbar: Bis zum Beginn des nächsten Jahrtausends will Bill Gates eine einheitliche Benutzeroberfläche für die menschliche Gesellschaft schaffen.Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren. Erstes Angriffsziel der Microsoft-Strategen ist unser Unterbewußtsein.

Versteckte Botschaften bereiten den Boden. Die Windows-95-CD, rückwärts abgespielt, enthält eine Botschaft: “Bjärglferxsssseeemmmplujüballl” — “wir sehen und hören Euch überall”. Noch klarer versteht, wer seine Festplatte rückwärts dreht. Winword.exe teilt uns mit “Wir sind alle gleich, wir sind alle in einer Hand”.

Microsoft tut alles, um seine Absichten zu verbergen. Wenn die Botschaften einmal rückwärts abgehört wurden, zerstört sich die Festplatte selbst. Probieren Sie es selbst.Die Fehlermeldung “Systemfehler in Anwendung…” ist ein weiterer Beweis, daß Bill Gates die Gleichschaltung will. Microsoft sieht einen Fehler im System, sogar einen “Nicht behebbaren Fehler”. Microsoft bereitet den Boden für die Machtübernahme klammheimlich. Warum sonst lassen sich die Fehlermeldungen nicht per Clipboard speichern?

Und warum hat der “Ignore”-Button keine Wirkung? Wozu gibt es Klassen-Bibliotheken in Visual C++? Die Antwort: Der Gigant aus Redmond definiert damit den Prototyp einer Gesellschaft, in die sich Klassen einfach via #include einfügen lassen.Glaubt man Gerüchten, hat Bill Gates nach dem Abgang der Machthaber im Osten bereits alle Rechte am Kommunismus aufgekauft. Die Beta “Real existierender Sozialismus für Windows” befindet sich schon in den Entwicklungslabors. MS-Communism 1.0 folgt bald. Momentan, so Microsoft-interne Quellen, gebe es aber noch enorme Probleme mit der Usability.

Durch den Zukauf weiterer Ideologien, Dogmen und Religionen wird Microsoft seine Basis weiter ausbauen. In der jüngst verkündeten Strategie “Power at my fingertyps” definierte William Henry Gates III., Microsoft sehe das Christentum als integralen Bestandteil seiner kommenden Weltanschauungs-Suite. Ein eilends vom Papst herausgebrachtes Papier wandte sich energisch gegen die Bestrebungen, alle Weltreligionen unter einen Microsoft-Hut zu bringen. Gleichzeitig bekannte sich das Kirchenoberhaupt zu offenen Weltanschauungen und der Plattformunabhängigkeit des Glaubens.

Weitere Religionsführer kündigten Updates ihrer Lehren an, die bis zum Erscheinen von MS-Communism 1.0 die eigenen Produkte attraktiver und den Glauben leichter handhabbar machen sollen.

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